zur Navigation springen

Jubiläum im kleinsten, ältesten Verein Perlebergs : Briefmarken-Könige feiern 25. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der langjähriger Vorsitzende Paul Pluskota erzählt, wie alles im Februar 1992 begann.

von
erstellt am 09.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Der 25. Geburtstag eines der kleinsten, auf jeden Fall aber, vom Durchschnittsalter seiner Mitglieder betrachtet, eines der ältesten Perleberger Vereine steht an. Am 23. Februar 1992 hat Paul Pluskota den Westprignitzer Briefmarkensammler Verein mit aus der Taufe gehoben, dessen Geschichte aber eigentlich schon 1950 beginnt. Denn da wurde die Perleberger Arbeitsgemeinschaft Philatelie beim Kulturbund der DDR gegründet. Erster Vorsitzender war Werner Brennig, weiß Paul Pluskota zu berichten. Er selbst wurde 1958 Mitglied der Perleberger Arbeitsgemeinschaft und leitete sie ab 1982.

Als Ende 1990 der Kulturbund der DDR sich auflöste, war damit auch das Aus für die Arbeitsgemeinschaft besiegelt, erinnert sich der heute 82-Jährige. Doch abgefunden hatte sich Paul Pluskota damit nicht. Über das Perleberger Postamt fand er im Mai 1990 Kontakt zu den Lüneburger Briefmarkensammlern, und bereits im September fuhr man zu einem ersten Treffen auf die andere Seite der Elbe. Die Idee war geboren, in Perleberg wieder in der Gemeinschaft dem Faible für die gezähnten kleinen Kunstwerke zu frönen, einen eigenständigen Briefmarkenverein zu gründen. „13 waren wir am Abend des 23. Februar vor 25 Jahren im ehemaligen Vereinshaus, dem heutigen ,Effi’. Somit musste fast jeder auch gleich einen Posten übernehmen“, berichtet Paul Pluskota schmunzelnd. Er selbst leitete fortan bis 2013 als Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Und der wurde zusehends größer. „In unseren besten Zeiten waren wir über 30 Mitglieder.“

Regelmäßig am letzten Sonntag im Monat traf man sich nun zum Tauschen und Fachsimpeln, anfangs im „Effi“, dann viele Jahre im „Lindeneck“, später im Anglerstübchen und nun im „Deutschen Kaiser“. Wie die Lüneburger, so organisierten auch die Perleberger Philatelisten einmal jährlich Großtauschveranstaltungen. „Das Interesse wurde aber immer geringer, die Kosten fraßen uns förmlich auf.“ In Perleberg, anfangs auch in Pritzwalk und Wittenberge, waren die Westprignitzer Briefmarken-Könige aber weiterhin mit ihren Ausstellungen gefragt und präsent.

Gunter Daberkow hat heute den Vorsitz im Verein. 21 Mitglieder sind sie noch, darunter mit Viola Runge auch eine Frau. „Wir sind mit unserem Verein aber eben auch älter geworden. Vom Durchschnitt her liegen wir inzwischen bei Mitte 70“, überschlägt der Perleberger. „Wir haben zwar eine Kinder- und Jugendgruppe, die eine überaus aktive Arbeit leistet, bei keiner unserer Ausstellungen fehlt, doch wenn die Jugendlichen die Ausbildung aufnehmen oder ins Berufsleben einsteigen, sind sie für uns verloren.“

So lange es geht, wollen die Westprignitzer Briefmarkensammler aber auch künftig als Verein agieren, sich monatlich treffen, mindestens einmal im Jahr eine Ausstellung gestalten und den Kontakt zu den Lüneburgern pflegen. Reihum lädt man sich jedes Jahr gegenseitig ganz in Familie ein. In diesem Jahr geht es wieder auf die andere Seite der Elbe.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen