zur Navigation springen

Neuer Steg am Breeser see : Breese soll Badeparadies werden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der See soll zum Saisonstart eine Steganlage erhalten. Projekt größtenteils mit Fördermitteln finanziert.

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Der Badesee soll als Naherholungsgebiet aufgewertet werden. Deswegen will die Gemeinde eine Steganlage installieren lassen. Einen ersten Entwurf stellte Stefan Kubat von der Kiebitzberg GmbH & Co. KG aus Havelberg am Dienstagabend den Mitgliedern des Bauausschusses vor.

Der Entwurf zeigt einen etwa 35 Meter langen Steg, an dessen Ende sich eine Plattform mit einem Sprungbrett und Sitzgelegenheiten befindet. An dieser Stelle ist der See um die fünf Meter tief. Kubat hatte auch eine kleine Wasserrutsche für Babys und Kleinkinder vorgesehen, diese wird aber wegen der Unfallgefahr nicht installiert – eine Badeaufsicht soll es nicht geben. „Der Steg würde durch zwei Dalben gehalten, die wiederum in den Boden eingelassen sind. Die Anlage kann sich an unterschiedliche Wasserstände anpassen, weil sie durch spezielle Dalbenschlösser beweglich bleibt “, erklärte Stefan Kubat. Der Steg könnte außerdem das ganze Jahr über im Wasser bleiben. Sollte der See zufrieren, sei das kein Problem. „Die Schwimmer aus seewassertauglichem Aluminium sind um 45 Grad angeschrägt. Die Plattform kann dadurch nicht festfrieren.“ 40 Zentimeter ragt die Oberfläche des Baus aus dem Wasser. Als Oberfläche ist ein rutschfestes Holz-Kunststoffgemisch vorgesehen. „Holz müsste man nach etwa zehn Jahren austauschen. Und zehn Jahre sind schnell vorbei“, gab der Planer mit Blick auf Folgekosten zu bedenken.

Sollte sich im Lauf der Zeit herausstellen, dass ein Anbau an den 2, 50 Meter breiten Steg nötig ist, könne er ohne Probleme erweitert werden, so Kubat. Möglich macht das ein spezielles Stecksystem, das die Firma entwickelt hat. Ein Betonfundament am Ufer soll für die nötige Befestigung sorgen. Großen Anklang fand bei den Bauausschussmitgliedern die Idee, eine zweite, etwa 36 Quadratmeter große, Plattform als Badeinsel zu installieren. „Diese würde über kreuzförmig hängende Ketten am Boden des Gewässers befestigt. Dadurch hätte sie einen gewissen Bewegungsradius“, erläuterte Kubat. Auf der Plattform können Liegestühle zum Entspannen einladen.

Nach einiger Beratung war klar, dass diese zusätzliche Plattform die Kosten für das Projekt wohl überstiegen würde. Im Haushalt sind derzeit Gesamtkosten von 70 500 Euro eingeplant, von denen 52 900 Euro als Leader-Fördermittel eingeholt werden können. Damit bliebe nach derzeitigem Stand ein Eigenanteil der Gemeinde von 17 600 Euro. Die Pläne werden nun noch mal überarbeitet. Der Fördermittelantrag soll nun gestellt, die erforderlichen Genehmigungen sollen eingeholt werden. „Die Herstellung, Lieferung und Montage der Anlage muss dann ausgeschrieben werden. Als öffentlicher Auftraggeber sind wir unbedingt verpflichtet, die Vergabevorschriften einzuhalten“, erklärte Ramona Rehfeldt aus dem Bereich Wirtschaftsförderung des Amtes Bad Wilsnack/Weisen. Läuft alles nach Plan, könnte der Steg bereits zu dieser Badesaison fertig sein. Die Endmontage nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen