Sparkasse : Breese bald ohne Filiale

Die Bekanntmachung in der Filiale
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Die Bekanntmachung in der Filiale

Kreditinstitut kündigt Schließung an und will auch SB-Service einstellen

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18. März 2015, 12:00 Uhr

Noch bis zum 30. Juni können die Breeser Sparkassenkunden in der Wittenberger Straße Geld abheben, dann ist Schluss. „Aus wirtschaftlichen Gründen und unter Sicherheitsaspekten haben wir uns entschlossen, den Betrieb der Geschäftsstelle in Breese einzustellen“, kommentiert die Sparkasse ihre Pläne in einem Aushang in der Tür. Damit ist Breese die zweite Dorffiliale, die die Sparkasse in diesem Jahr dicht macht.

Bereits in unserer gestrigen Ausgabe hatten wir darüber berichtet, dass ebenfalls zum 30. Juni die Filiale in Lindenberg in der Gemeinde Groß Pankow ihre Türen schließt. Um den SB-Bereich, der in Breese ebenfalls wegfallen soll, kämpfen die Lindenberger noch.

„Wir stellen alle unsere Filialen regelmäßig auf den Prüfstand“, sagte Helge Reiter, Vorstandsmitglied der Sparkasse Prignitz, auf Nachfrage. Für Breese gelte im Wesentlichen das Gleiche wie für Lindenberg. Einerseits seien beide Filialen nur sehr schwach ausgelastet. „Andererseits sind Investitionen in die Sicherheit notwendig, die die geringe Frequentierung durch Kunden kaum rechtfertigt.“ In Breese habe man bereits 2008 reagiert und die Öffnungszeiten eingeschränkt. Nun sei man aber zu dem Schluss gekommen, dass die Filiale nicht wirtschaftlich zu betreiben sei. Die Sparkasse sei sich ihrer Verantwortung für den ländlichen Raum bewusst, sagt Reiter. „Die Daseinsvorsorge ist uns wichtig, und gerade in Lindenberg sind die Bedenken der Bürger und Gemeindeverwaltung nachvollziehbar.“ Ursprünglich sei geplant gewesen, die Filialschließungen nach der Bilanzpressekonferenz Ende März bekannt zu geben. „Wir wollten des keinesfalls verheimlichen“, so Reiter.

In Breese hält sich die Begeisterung erwartungsgemäß ebenfalls in Grenzen. „Das ist nicht gut für den Ort“, sagt Cornelia Kantor, die direkt neben der Sparkasse ein Friseurgeschäft betreibt. „Klar ist es für unsere Kunden bequem gewesen, schnell nebenan Geld zu holen. Ein Problem ergibt sich daraus vor allem für die älteren, die jetzt extra in die Städte fahren müssen.“ Bürgermeister Werner Steiner bedauert die Entscheidung. „Allerdings ist es auch nachvollziehbar, dass die Sparkasse rechnen muss, ob sich der Aufwand lohnt.“  

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