Nebelin : Brandursache noch ungeklärt

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26. Juli 2019, 06:38 Uhr

„Die Kriminaltechniker waren inzwischen vor Ort. Sie mussten ja warten, bis das Heizöl abgepumpt war. Aber ein Ergebnis liegt noch nicht vor“, sagt Stefan Rannefeld, Pressesprecher bei der Polizeidirektion Nord, gestern auf „Prignitzer“-Nachfrage. Rannefelds Kollegin Dörte Röhrs hatte gegenüber dem „Prignitzer erläutert: „Wenn die Kriminaltechniker rein können, werden sie in alle Richtungen ermitteln. Also ob ein technischer Defekt, fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung vorliegt.“

In der Nacht zum Montag war in einem seit kurzem leerstehenden Wohnhaus in er Stavenower Straße in Nebelin ein Feuer ausgebrochen. Im Keller lagerten nach Auskunft des Einsatzleiters der Feuerwehr, Maik Hortig, rund 3000 Liter Heizöl. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar, den Dachstuhl konnten die Kameraden zum Großteil retten, die Flammen hatten vom Keller, über den Treppenaufgang zum Erdgeschoss und ins Dachgeschoss gewütet.

Auch die Umweltbehörde des Landkreises hatte den Brandort bereits in Augenschein genommen. Durch den Brand, das Heizöl und das kontaminierte Löschwasser seien per se Schäden entstanden, hieß es auf „Prignitzer“-Nachfrage. Die erste Maßnahme sei selbstverständlich das Grundstück von Brandabfällen zu beseitigen, was der Verursacher bzw. Eigentümer des betroffenen Grundstücks tun muss, genauso die Beseitigung aller Gefahren.

Die genauen Umweltschäden werden noch ermittelt und danach eingestuft, erklärt Annette Löther, stellvertretende Pressesprecherin beim Landkreis. Maßnahmen könnten erst nach Abschluss der Beurteilung der Umweltsituation am Standort erfolgen. Zur Klärung werde die untere Bodenschutzbehörde tätig, heißt es weiter in einer Antwort vom Kreis. Nach Abschluss der akuten Gefahrenabwehr werden Folgemaßnahmen geprüft. Der Landkreis werde aber nur beratend tätig bzw. beurteilt die Gefahrenlage und bewertet vorgesehene Beseitigungsmaßnahmen. Erst wenn der ordnungsrechtlich Verpflichtete nicht oder nicht im gebotenen Maße tätig werde, könne die Behörde ihm gegenüber Maßnahmen anordnen, informiert der Landkreis.

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