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Brandenburger mit weniger Schulden auf dem Konto

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erstellt am 22.Nov.2011 | 08:25 Uhr

Berlin | In Brandenburg sind aufgrund der guten Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung weniger Menschen über 18 Jahre überschuldet als im Vorjahr. Wie aus dem Schuldneratlas 2011 der Wirtschaftsinformationsdienstes Creditreform hervorgeht, waren Anfang Oktober rund 204 000 Erwachsene überschuldet. Das waren 6000 oder 2,8 Prozent weniger als 2010. Die Schuldnerquote lag bei 9,36 Prozent und damit fast genau auf dem bundesdeutschen Mittelwert (9,38 Prozent). In Berlin sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 1,2 Prozent. Dennoch belegt Berlin im bundesweiten Ranking weiterhin den vorletzten Platz vor Schlusslicht Bremen. Brandenburg ist auf Platz fünf vorgerückt.

Creditreform sieht als überschuldet an, wer die Summe seiner fälligen Zahlungsverpflichtungen in absehbarer Zeit nicht begleichen kann und weder Vermögen noch andere Kreditmöglichkeiten zur Verfügung hat. Die gute Konjunkturentwicklung habe dazu geführt, dass viele Menschen mit Schulden wieder eine Arbeit gefunden hätten und die Abzahlung wieder aufnehmen konnten, berichtete die Auskunftsdienst. Auch für das kommende Jahr sei mit weiterhin günstigen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und einer Verbesserung der Einkommenssituation der Verbraucher zu rechnen.

Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten verzeichnet Brandenburg an der Havel den stärksten Rückgang der Schuldnerquote. 14,39 Prozent der Bewohner über 18 Jahre gelten hier als überschuldet, im Vorjahr waren es noch 14,99 Prozent. Dennoch ist die Stadt weiterhin negativer Spitzenreiter. Am geringsten ist die Überschuldung mit 7,51 Prozent von privaten Verbrauchern (2010: 7,76 Prozent) im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Auf dem zweiten Platz liegt der Landkreis Elbe-Elster (Schuldnerquote: 8,11 Prozent; minus 0,08 Prozentpunkte). Auf dem dritten Rang verbesserte sich der Landkreis Spree-Neiße (Schuldnerquote: 8,27 Prozent, minus 0,19 Prozentpunkte).

Trotz der positiven Entwicklung ist im Land Brandenburg der Sockel an Betroffenen gewachsen, deren Überschuldungssituation unabhängig von der Wirtschaftslage aussichtslos ist - um 2,7 Prozent auf knapp 122 600. Dazu zählten Menschen in einem Privatinsolvenzverfahren oder solche, die bereits eine eidesstattliche Versicherung geleistet hätten.

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