Brandenburg von Schnee bedeckt

So wie in Eichwalde sah es gestern wohl in fast jedem märkischen Ort aus: Weiße Straßen, Dächer und Schnee schippende Menschen.
So wie in Eichwalde sah es gestern wohl in fast jedem märkischen Ort aus: Weiße Straßen, Dächer und Schnee schippende Menschen.

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02. Dezember 2010, 07:15 Uhr

Potsdam | Heftige Schneefälle des Tiefs "Katharina" haben gestern ganz Brandenburg mit einer weißen Decke überzogen und den Auto- und Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Viele Menschen vor allem im Landessüden kamen verspätet zur Arbeit, auch Schulbusse fielen aus. Der Winterdienst schaffte es kaum, die Straßen zu räumen, vor allem in Seitenstraßen ging nichts mehr. Die Autos konnten auf den verschneiten Straßen nur langsam fahren. Die meisten Unfälle gingen glimpflich aus.

Im gesamten Regionalverkehr der Bahn gab es Behinderungen, einige Züge fielen aus. Die Reisenden mussten bei Temperaturen um minus zehn Grad warten. "Das Hauptproblem bei uns sind Weichenstörungen durch Schneeverwehungen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin. Durch den starken Wind setzte sich der Schnee zwischen den Schienen fest und musste mit Besen und Schaufel weggeräumt werden. Die Bahn eine kostenfreie Telefonhotline unter 08000 / 99 66 33.

Im Landessüden seien in der Nacht bis zu 25 Zentimeter Neuschnee hinzugekommen, teilte der Deutsche Wetterdienst in Potsdam mit. Damit stieg die Schneehöhe etwa im Elbe-Elster-Kreis bis auf einen halben Meter. Im Norden Brandenburgs gab es den ersten Schnee dieses Winters, in der Prignitz waren es zwei Zentimeter. Die Unwetterwarnung für Teile des Landes wurde aufgehoben. Dennoch machten Schneewehen bis zu einem Meter Höhe Autofahrern unter anderem in der Niederlausitz zu schaffen. Etliche Pkw blieben am Straßenrand stecken, berichtete die Polizei. Im Bereich des Polizeipräsidiums Potsdam gab es allein bis zum Vormittag fast 90 Unfälle mit elf Verletzten. Die Lage entspannte sich im Tagesverlauf, je mehr Schnee der Winterdienst den beseitigen konnte.

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