Brandenburg glänzt mit Wirtschaftskraft

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08. September 2012, 08:59 Uhr

Berlin/Potsdam | Das Land Brandenburg verzeichnet einer Studie zufolge in Deutschland die größte Wirtschaftsdynamik. Kein anderes Bundesland habe sich in den Jahren 2008 bis 2011 besser entwickelt, hieß es in einer gestern in Berlin vorgestellten Rangliste. Demnach erzielte Brandenburg mit 61,0 Punkten Platz eins im Vergleich aller 16 Bundesländer. Wichtig seien Erfolge auf dem Arbeitsmarkt gewesen, so stieg der Anteil der Erwerbstätigen um 4,7 Prozentpunkte. Bundesweit waren es 1,8 Prozentpunkte. Die Studie zum Bundesländer-Ranking 2012 stammt von der arbeitgeberfinanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift "Wirtschaftswoche". Die geringste Dynamik wies Baden-Württemberg auf. Das Bundesland sei nachhaltiger von der Krise betroffen, sagte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

Die Steuerkraft stieg in Brandenburg je Einwohner innerhalb von drei Jahren um 11,1 Prozent, das ist Platz zwei. Im Bundesmittel lag sie bei minus 2,1 Prozent. Ebenfalls den zweiten Rang nimmt Brandenburg beim Anteil der Arbeitslosengeld II-Empfänger an der Gesamtbevölkerung ein. Dieser sank von 2008 bis 2011 in der Mark um 1,6 Prozentpunkte. Im Bundesdurchschnitt fiel die Quote um 0,5 Prozentpunkte. In Brandenburg werden 51,6 Prozent der Kinder unter drei Jahre in Kitas betreut - Platz drei. Bundesweit liegt diese Quote bei 25,2 Prozent. Die öffentliche Investitionsquote in Brandenburg beläuft sich auf 14,5 Prozent. Bundesweit beträgt sie 13,8 Prozent. Damit erreicht Brandenburg Platz fünf.

Die von Kölner Wissenschaftlern erarbeitete Studie stuft Brandenburg beim Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand mit 44,0 Punkten auf Platz 13 ein. Sie nennt auch Schwächen.

So liegt die Exportquote der Industrie in Brandenburg bei 28,8 Prozent. Bundesweit sind es 46,1 Prozent. Brandenburg kommt damit auf Platz 13. Das Bruttoinlandsprodukt, also die jährliche Wirtschaftsleistung je Einwohner, beläuft sich in Brandenburg auf 22 051 Euro (2011). Das bedeutet Rang 14. Im Bundesschnitt sind es 31 440 Euro.

Durchschnittlich verfügt jeder Einwohner in Brandenburg jährlich über eine Kaufkraft von 17 816 Euro. Bundesweit sind es nach aktueller Schätzung der Gesellschaft für Konsumforschung 20 014 Euro. Rang zwölf für Brandenburg. Die Produktivität der märkischen Wirtschaft sank von 2008 bis 2011 um 1,5 Prozent. Der Schnitt aller Bundesländer betrug minus 0,6 Prozent. Das bedeutet Rang 13 für Brandenburg.

Die Aufklärungsquote bei den Straftaten verschlechterte sich von 2008 bis 2011 in Brandenburg um 0,9 Prozentpunkte - ebenfalls Rang 13. Im Bundesmittel fiel dieser Wert um 0,1 Prozentpunkte. Der Anteil der Hoch- und Fachhochschulabsolventen an allen Beschäftigten stieg von 2008 bis 2011 um 0,2 Prozentpunkte. Brandenburg kommt damit auf den letzten Rang. Bundesweit wuchs der Anteil um 0,8 Prozentpunkte.


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