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Der Prignitzer

20. November 2017 | 20:12 Uhr

Brandenburg forciert schnelles Internet

vom

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erstellt am 20.Mär.2011 | 06:25 Uhr

Potsdam/Prignitz | Was die Breitbandversorgung, also den schnellen Internetzugang anbelangt, hat die Prignitz noch viele weiße Flecken. Und damit steht sie nicht allein da: Rund 10 000 Haushalte konnten bislang nicht an das schnelle DSL angeschlossen werden.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen aus der Uckermark fordert deshalb jetzt die Landesregierung auf, ihre Anstrengungen für den Breitbandausbau zu intensivieren. Für ihn sei es nur "schwer nachzuvollziehen, dass über zwei Millionen Euro Bundesmittel ungenutzt bleiben". "Nur drei Prozent wurden in den Jahren 2008 bis 2010 abgerufen" kritisiert Koeppen. Und er fügt erklärend hinzu, dass die Bundesregierung den Ländern Mittel für den Breitbandausbau zur Verfüge stelle. "Für das Land Brandenburg standen Zuweisungen in Höhe von 257 700 Euro bereit. In den Jahren 2008 und 2009 wurden keine Mittel in Anspruch genommen, 2010 gerade einmal 73 240, rechnet Koeppen vor.

Diese Zahl stehe so zwar in der "Auflistung von Berlin", stimme aber nicht, kontert Dr. Jens-Uwe Schade, Pressesprecher des Potsdamer Infrastrukturministeriums. "Aus einer Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion vom September 2010 geht hervor, dass Brandenburg nicht 73 240 Euro, sondern 732 400 Euro in Anspruch genommen hat." Unabhängig davon macht Schade darauf aufmerksam, dass das Land den besseren Fördersatz bei EU-Mitteln einsetze, um den Breitbandausbau zu forcieren. "Wir benötigen für eine Investition von 100 000 Euro bei der Bundesförderung 40 000 Euro Eigenmittel, bei EU-Mitteln nur 25 000 Euro."

Insgesamt, so erklärt Klaus Richter vom Potsdamer Infrastrukturministerium, soll mit 10,3 Millionen Euro bis 2012 die Abdeckung des Landes mit schnellen Internetzugängen forciert werden. Das Geld stamme zu 75 Prozent aus EU-Fördertöpfen. Mit diesem Finanzvolumen, eine Million sei bereits ausgezahlt, werde der Rest bewilligt, würden über 100 Maßnahmen im ländlichen Raum umgesetzt.

In der Prignitz hatten sich im vergangenen Jahr Kommunen zusammengetan, um gemeinsam um den Breitbandausbau zu kämpfen. Zum Jahresende waren Ausschreibungen in Form einer Bekanntmachung auf dem Internetportal des Landes Brandenburg erfolgt. Die Stadt Wittenberge beispielsweise fand darüber in der Telekom einen Partner für den Anschluss der Elborte Hinzdorf, Zwischendeich und Schadebeuster sowie der Privat- und Firmenkunden im Bereich der Lenzener Chaussee. Bis zum Jahresende sollen sie angeschlossen sein.

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