Probleme im Stromnetz : Brand zerstört Einfamilienhaus

Die Kameraden bekamen zwar den Brand in den Griff, aber das Einfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar.
Die Kameraden bekamen zwar den Brand in den Griff, aber das Einfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar.

Im Pritzwalker Ortsteil Streckenthin brannte Wohnhaus aus / Schaden rund 200 000 Euro / Probleme im Stromnetz

von
18. März 2015, 17:00 Uhr

Großeinsatz gestern im Pritzwalker Ortsteil Streckenthin. Rund 35 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Pritzwalk, Beveringen und Sadenbeck mussten gegen 13.15 Uhr zu einem Brand in einem Einfamilienhaus ausrücken. Als Ursache geht die Feuerwehr von einem technischen Defekt aus. Der Schaden am ausgebrannten Haus wird mit etwa 200  000 Euro beziffert. Verletzt wurde niemand, weil die Bewohner zur Arbeit waren. Auch Haustiere kamen nicht zu Schaden. „Die Nachbarin hat bemerkt wie die Rauchmelder im Haus anschlugen, wurde so aufmerksam und alarmierte die Einsatzkräfte“, sagt Volker Lehmann, Stadtbrandmeister in Pritzwalk. Das Haus ist zur Zeit nicht mehr bewohnbar, informierte die Feuerwehr.

Die Kameraden öffneten zuerst den Seiteneingang des Hauses und dann die Haustür. Die Bekämpfung des Schwelbrandes dauerte knapp zwei Stunden.

Zur Ursache des technischen Defektes ermittelt auch der Stromversorger edis. Denn Nachbarn berichteten, dass zunächst der Strom abgeschaltet wurde. Dann wurde der Strom nur kurzzeitig wieder eingeschaltet. Offenbar kam es dabei zu einer Überspannung im Netz, denn in benachbarten Häusern im gesamten Straßenzug fielen Sicherungen aus, Glühlampen und Abzugshauben seien auseinander geflogen. Wie eine Anwohnerin berichtete, habe es im ausgebrannten Haus einen regelrechten Funkenflug gegeben, den sie durch die Terrassentür sah, kurze Zeit später schlugen die Rauchmelder im Nachbarhaus an.

Danilo Fox vom Netzbetreiber edis informierte auf Nachfrage, dass es in dem betroffen Bereich von Sadenbeck und Liebenthal zu Problemen im Stromnetz der Mittelspannungsleitungen kam. Bis zum frühen Abend waren etwa 100 Haushalte ohne Strom. „Zu den Ursachen können wir im Moment noch gar nichts sagen, weil für uns zunächst die Wiederversorgung der Kunden im Mittelpunkt steht. Erst wenn das geschafft ist, werden wir uns mit der Ursachenforschung befassen“, so Danilo Fox von der Pressestelle des Netzbetreibers.

Die betroffene Familie, deren Haus jetzt zerstört ist, wird zunächst vom Ordnungsamt der Stadt Pritzwalk in einem Notquartier untergebracht. Ob der Stromversorger die Verantwortung für den Brand übernimmt, ist noch offen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen