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Brand in Bad Wilsnack: Bewohner stehen vor Trümmern ihrer Existenz

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erstellt am 05.Jun.2013 | 05:47 Uhr

Bad Wilsnack | Einen Tag nach dem großen Brand eines Dachstuhls in Bad Wilsnack musste die Wittenberger Feuerwehr gestern noch einmal ausrücken. Diesmal, um den Schornstein des betroffenen Gebäudes abzureißen.

"Es bestand die Gefahr, dass er umstürzt und auf die Straße fällt. Er reichte vom Giebelboden aus sechs Meter in die Höhe", informierte Jens Nering, Kriminaltechniker zur Brandursachenermittlung. Bei der Brandursache ist nach bisherigen Erkenntnissen von einem baulichen Mangel im Dachgeschoss auszugehen. Brandstiftung oder fahrlässiges Verhalten der Eigentümer oder Mieter kann bisher ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit.

Das Feuer brach am Mittwoch gegen 18 Uhr aus. Das Übergreifen der Flammen auf drei weitere Dachstühle konnte nur teilweise verhindert werden. Die Bewohner der betroffenen Häuser wurden evakuiert, verletzt wurde niemand. Zwei der Häuser sind nach jetzigem Kenntnisstand vorerst nicht mehr bewohnbar. Anke Schultze hat ihre Glaserei im Nebengebäude: "Das ist ein riesiger Dachschaden. Die Gebäude bestehen komplett aus Lehm und da sind jetzt einige 1000 Liter Wasser drin", sagt sie. Trotzdem ist sie froh, dass niemand verletzt wurde. Ihr Nachbar Christian Richter hat den Brand entdeckt, Feuerwehr und Anwohner informiert und damit Schlimmeres verhindert: "Ich bin allen Einsatzkräften dankbar. Dieser Anlass hat wiederum bewiesen, wie wichtig die lokalen Einsatzkräfte sind. Noch vor wenigen Jahren hätte dieser Brand ungeahnte Schäden bis weit in die Nachbarschaft bedeutet."

Insgesamt waren 75 Kameraden von fünf Wehren und des Katastrophenschutzes im Einsatz.

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