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Am 23. Februar wird es Ernst in Breese : Bombenverdacht bei 16 Anomalien

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Im Baugebiet bei Breese ist die mögliche Entschärfung der Weltkriegsbomben geplant. Wie viele es tatsächlich sind, stellt sich erst am Tag der Sprengung heraus.

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erstellt am 24.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Am 23. Februar wird es erneut ernst: Für den Donnerstag ist die mögliche Entschärfung der Weltkriegsbomben in dem Baugebiet bei Breese geplant. „Einige Anomalien haben wir schon geprüft. Dabei handelte es sich um Splitter und Bombenteile. Wir haben 16 größere Anomalien, bei denen es sich um Fliegerbomben handeln könnte“, erklärte gestern Gerd Fleischhauer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg bei einer Pressekonferenz zum Vorhaben. Die Funde liegen in einer Tiefe zwischen zwei und vier Metern.

Inklusive der Suche im vergangenen Jahr wurden 90 000 Löcher gebohrt, um das Gebiet für den Bau der L11 bei Breese zu untersuchen. „Ich bin froh, dass dieser Bereich nach der nächsten Sprengung bombenfrei ist“, so Bürgermeister Werner Steiner.

Wie viele der Verdachtsfunde sich wirklich als Bomben erweisen, wird erst am 23. Februar feststehen. Klar ist, dass jede Bombe gesprengt wird. Allerdings muss das Wetter mitspielen. Ist es zu kalt, käme man schlecht in den Boden, um die Sprengladungen anzubringen, so Fleischhauer. Aus Sicherheitsgründen wird wieder ein 1000-Meter-Sperrkreis rund um das Areal errichtet (siehe Grafik). Alle, die innerhalb der Sperrzone leben, müssen am 23. Februar ihre Wohnungen bis spätestens 8 Uhr verlassen. Betroffen sind zirka 500 Haushalte mit etwa 700 Menschen. Ab 7.15 Uhr wird es einen Bustransfer in das Dorfgemeinschaftshaus Groß Breese geben, wo einige der Einwohner unterkommen können. Um eine Voranmeldung wird gebeten (Tel. 038791/999-118 oder -119).

Da sich der Sicherheitsbereich weiter nach Breese hineinzieht, müssen diesmal auch die Lebenshilfe sowie die Ärzte und Gewerbetreibenden des Landmarktes ihre Gebäude verlassen. Die Sperrzone endet in Breese hinter dem Landmarkt.

Auf Wittenberger Gebiet liegt das Instandsetzungswerk der Bahn innerhalb der Sperrzone. „Es wird an diesem Tag geschlossen bleiben“, so der Wittenberger Ordnungsamtschef Gotthard Poorten. Betroffen sind auch das Gelände des ESV Wittenberge und der Hundesportverein. Die Verantwortlichen wurden informiert. Poorten betonte, dass die Bahnstrecke frei bleibt und auch der Wittenberger Bahnhof nicht betroffen ist. „An dem Tag wird es Durchsagen auf dem Bahnhof geben. Er wird aber nicht gesperrt.“ Die Firmen im Gewerbegebiet Süd wurden benachrichtigt, damit sie und ihre Zulieferer sich auf Umleitungen einstellen können.  

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