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Zusätzliche Explosion in Breese : Bombenrest bei Breese gesprengt – Übergabe heute

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Experten finden Munitionsreste bei Nachkontrolle. Ab heute darf die Baufirma Fläche nutzen

svz.de von
erstellt am 01.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Gestern gab es um 14.08 Uhr nochmals eine lauten Knall in Breese. Schon wieder eine Bombensprengung? „Ja und nein“, sagte Gerd Fleischhauer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. „Wir haben nach den 16 Sprengungen vom Donnerstag nicht einfach die Bombenlöcher zugeschoben, sondern alle gründlich kontrolliert, um jedes Risiko auszuschließen. Denn die Bauleute werden beim Deichbau schwere Technik einsetzen.“

In einem Krater wurden die Experten tatsächlich überraschend fündig. Dort befand sich ein Bombenrest mit einem Teil des Sprengstoffes. So etwas kommt vor, wenn die Bombe stark beschädigt war, ungünstig lag oder der Explosivstoff bei der Sprengung durch Feuchtigkeit oder andere Faktoren nicht die gewünschte Wirkung erzielte.

Ein Abtransport des Fundes erwies sich als unmöglich. „Der Hinterteil der Bombe mit dem Zünder war erhalten geblieben. So war es unmöglich, ihn zu bewegen“, erklärte Fleischhauer.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschied sich deshalb für eine erneute Sprengung. In Abstimmung mit den Ordnungsämtern Bad Wilsnack-Weisen und Wittenberge wurde ein kleiner Sperrkreis aufgebaut. Evakuierungen oder größere Umleitungen waren jedoch wegen der begrenzten Sprengkraft des Bombenrestes nicht erforderlich. Die Sprengung verlief ohne Zwischenfälle, der Sperrkreis konnte am Nachmittag zügig wieder aufgehoben werden.

Heute wird das Gelände praktisch an die Ostbau für die anstehenden Bauarbeiten übergeben. Die Vorbereitungen wurden damit termingerecht abgeschlossen und der Deichbau bei Breese kann wie vorgesehen noch im März starten.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat noch bis Ende der Woche mit der Nachbereitung der Bombensprengungen zu tun. Umfangreiche Protokolle mit Diagrammen und Bildern müssen erstellt werden. Bis Freitag hofft Gerd Fleischhauer, die Dokumentationen fertiggestellt zu haben.  

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