Boden bereitet für Kiefernsaat

Die Samen dieser stattlichen Bäume sollen für Kiefernnachwuchs sorgen.
Foto:
Die Samen dieser stattlichen Bäume sollen für Kiefernnachwuchs sorgen.

2017 ist ein Kiefern-Mastjahr im Stadtforst /Naturverjüngung auf vier Hektar im anerkannten Saatgutbestand

von
04. April 2017, 12:42 Uhr

Dieses Jahr ist ein sogenanntes Mastjahr hinsichtlich der Kiefer im Stadtwald. Stadtförster Stefan Koepp deutet auf die riesigen, freistehenden Bäume in der Hinterheide. Jeden Tag rechne er damit, dass die Saat ausfällt und auf den vorbereiteten Boden dafür sorgt, dass ein neuer Bestand heranwächst. Denn nur die Kiefer kommt mit dem nährstoffarmen Boden hier zurecht, mache eine Verjüngung an diesem Standort überhaupt wirtschaftlich sinnvoll.

Das Zeitfenster war eng bemessen, denn eine Kiefernnaturverjüngung lasse sich kaum vorher groß planen. „Es gibt wie überall gute Jahre und auch schlechte“, so der Stadtförster, „2017 ist Ersteres.“ Man erwarte einen guten Samenabwurf. Dieser entwickelt sich aber nur auf einem freien Boden, denn die Kiefer ist ein sogenannter Mineralkeimer. Das bedeutete, auf den rund vier Hektar musste schnell der Schirmschlag, wie der Forstmann sagt, erfolgen, um das Kronendach eines Bestandes aufzulichten. Denn die Kiefer mag es hell zum Anwachsen. Holz, Kronen, alles, was geschlagen wurde, musste zudem auch von der Fläche geräumt, diese dann gepflügt werden, um so den Samen das Bett zu bereiten.

Übrigens, für die saatspendenden Bäume ist es faktisch auch das Todesurteil. Sie werden im darauf folgenden Jahr gefällt. Denn sie stehen dem hölzernen Nachwuchs im wahrsten Sinne des Wortes im Licht.

Doch nicht nur sie sollen für einen gesunden Nachwuchs sorgen, auch die Bäume, die zuvor schon Platz dafür machen mussten. „Wir haben hier einen anerkannten Kiefernsaatgutbestand“, erläutert der Stadtförster. Im Zuge der Holzernte hat die Forstbaumschule Güstrow hier Kiefernsaatgut gewonnen, eine Tonne Kiefernzapfen aus den Kronen und von den geschlagenen Stämmen gepflückt. Finanziell sei das zwar keine Größe, die die Stadtkasse gravierend auffülle, aber für die Aussaat und Ansiedlung der Kiefer schon sehr wichtig. Denn offensichtlich sei auch hier Saatgut schon gefragt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen