Wittenberge : Block-Abriss steht kurz bevor

Das Haus an der Kreuzung Perleberger/Kyritzer Straße wird demnächst abgerissen.
Das Haus an der Kreuzung Perleberger/Kyritzer Straße wird demnächst abgerissen.

Wohnblock in der Kyritzer Straße wird derzeit entkernt

23-76616880_23-77885790_1457459114.JPG von
28. November 2017, 12:00 Uhr

Die Vorbereitungen für den Abriss des Wohnblocks Kyritzer Straße 1a bis 3b laufen auf Hochtouren. „Derzeit sind wir noch bei der Entkernung. Die Fußböden werden herausgenommen, Leichtbauwände demontiert, außerdem kommt die Dacheindeckung runter“, gibt Karsten Korup, geschäftsführender Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Elbstrom“ (WGE), einen Überblick über die Arbeiten.

Ende kommender Woche soll dann der Abrissbagger anrollen. „Bis Weihnachten wollen wir fertig sein, dann ist der Boden aufgefüllt. Das Gras wird dann nächstes Jahr ausgesät“, so Korup. Insgesamt 40 Wohnungen gibt es in dem Gebäude, das 1975 gebaut wurde. Bewohnt waren zuletzt noch zehn, sagt Karsten Korup. Soll ein Haus abgerissen werden, unterstütze die WG „Elbstrom“ die Mieter dabei, eine neue Bleibe zu finden. „Grundsätzlich informieren wir die Mieter rechtzeitig über einen geplanten Abriss. Im Januar des Jahres, in dem dieser erfolgen soll, schreiben wir jeden Mieter nochmals an und bieten Ersatzwohnungen, die komplett saniert sind. Außerdem zahlen wir den Umzug“, erläutert der Geschäftsführer das Prozedere. Etwa 140 000 Euro kostet der Abriss inklusive des dazu gehörigen Umzugsmanagements. Jedoch fließen Mittel aus der Städtebauförderung, die das Vorhaben mitfinanzieren.

Das Wohnhaus wurde in den 1990er Jahren wärmegedämmt. „Diese Kosten sind noch nicht ganz beglichen. Die werden wir in den nächsten Jahren noch abzahlen müssen. Aber das ist im Finanzplan enthalten“, so Karsten Korup. Er betont, dass die Wohnungsgenossenschaft dadurch keinen wirtschaftlichen Schaden nehme. „Vielmehr wäre ein Weiterbetrieb des Wohnblocks viel teurer als der Abriss des Hauses.“

Im kommenden Jahr wolle die WGE weitere 60 Wohnungen im Allende-Viertel abreißen lassen. Dieser Trend werde sich laut Korup wohl bis 2020 fortsetzen. Von derzeit 2715 WGE-Wohnungen bleiben 2560 im Stadtgebiet übrig. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2030 insgesamt mehr als 2000 Wohnungen in Wittenberge nicht mehr benötigt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen