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Der Prignitzer

17. Dezember 2017 | 22:20 Uhr

Feuerwehr : Blauröcke rüsten auf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Premslin/Glövziner Kameraden erhielten für 22 000 Euro neues Schneid- und Spreizgerät

von
erstellt am 15.Feb.2015 | 08:00 Uhr

„Hoffen wir mal, dass wir das Gerät nicht allzu oft einsetzen müssen“, sind sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Premslin/Glövzin einig. Gemeint ist das neue Schneid- und Spreizgerät der Gemeinde Karstädt, das eben seit Mitte Januar im Premslin/Glövziner LF 10/6 auf einem Wechselträger eingebaut ist.

„Wir haben uns im Vorfeld verschiedene Geräte im Katalog angesehen. Haben uns bei den Kameraden in Wittenberge und Perleberg erkundigt, die ein Gerät vom selben Hersteller besitzen“, berichtete Ortswehrführer Olaf Freese. Mitarbeiter des Herstellers Weber kamen auch mit verschiedenen Geräten zur Vorführung, bei denen diese am Auto eingesetzt wurden. Entschieden haben sich die Kameraden dann für ein Rettungsgerät mit Schere, Spreizer, Pedalschere und Stempel. „Das ist so konzipiert, dass wir damit wirklich alle Fahrzeuge, auch Schwerlaster, aufbekommen“, erklärt Freese. Die Entscheidung für das Gerät vom Hersteller Weber fiel auch aufgrund der Tatsache, dass Wittenberge und Perleberg mit einem solchen arbeiten. „In schwierigen Fällen müssen wir zusammenarbeiten. Da bietet es sich an, das alles kompatibel ist“, meint der Ortswehrführer.

In der Premslin/Glövziner Wehr sind 23 Kameraden aktiv. „Eine spezielle Ausbildung für die Nutzung des Gerätes gibt es nicht. Wir werden Übungen machen, denn jeder von uns sollte mit dem Gerät umgehen können“, sagt Freese. Die Kameraden wollen versuchen, für nächste Woche ein Auto zu Übungszwecken zu bekommen.

Die Anschaffung eines neuen Schneid- und Spreizgerätes in der Gemeinde Karstädt war zwingend notwendig. Eigentlich sollte es schon früher angeschafft werden, doch der Haushalt gab es nicht her. Die Gemeindevertreter setzten aber fest, dass die Anschaffung 2015 erfolge. Aufgrund des schweren Unfalls im Herbst bei Garlin, als die Kameraden mit ihren alten Schneid- und Spreizgeräten, die in Groß Warnow und Karstädt stationiert sind, an ihre Grenzen stießen, gab es bereits Ende des vergangenen Jahres grünes Licht aus der Verwaltung. „Wir haben den Auftrag Ende des Jahres bereits ausgelöst und konnten mit der Firma vereinbaren, dass die Rechnungslegung erst in diesem Jahr erfolgt. So konnten wir auch die Wartezeit verringern“, erklärte Ordnungsamtsleiter Sven Steinbeck.

Immerhin kostet das neue Schneid- und Spreizgerät knapp 22 000 Euro. Doch was sein muss, muss sein – gerade in Bezug auf die Fertigstellung der A 14 bis Ende des Jahres. Und genau deshalb wurde es auch in Premslin/Glövzin stationiert. Denn die Kameraden sind im Ernstfall auf der Autobahn, neben Karstädt, die ersten, die ausrücken werden.

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