Blaue Seife mit Elbradlogo

Paul Schmidt und Daniel Kulow  lassen sich von Dr. Otto etwas über  die Kosmetikherstellung erklären.  Barbara Haak
Paul Schmidt und Daniel Kulow lassen sich von Dr. Otto etwas über die Kosmetikherstellung erklären. Barbara Haak

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25. September 2012, 11:40 Uhr

Wittenberge | Paul Schmidt und Daniel Kulow haben einen großen Wunsch: "Wenn das Abitur ’ran ist, wollen wir unser Projekt auch zum Abschluss gebracht haben", sagen die beiden Elftklässler am Marie-Curie-Gymnasium. Ihr Projekt nimmt man in die Hand, wo es sich möglichst cremig und angenehm duftend nach und nach auflöst. Paul und Kulow entwickeln eine Seife für Wittenberge; nicht allein, dafür ist das Vorhaben zu vielschichtig. Mit Tatkraft steht ihnen der hiesige Kultur- und Tourismusbetrieb zur Seite. Von der Marketingchefin Simone Albers und ihrem Team kam die Idee, eine Seife in typischer Form zu kreieren.

Seifenentwicklung fällt in das Fach Chemie. Die Formgebung in das Metier der Kunst. Mit Kunstlehrerin Kathrin Lockenvitz und Chemielehrerin Bärbel Henning haben die beiden Schüler die richtige Fachkompetenz an ihrer Seite.

Verbündete in Sachen Seife haben die Gymnasiasten aber auch außerhalb der Schule gefunden.

Kokos- und Palmöl, Lanolin und eine weiterer Zutaten ergeben eine wunderbar Seife, wenn man genau weiß, welche Zutaten man wie mischen muss. "Wir konnten das Schülerlabor im TGW nutzen. Die Leiterin Frau May hat uns sehr unterstützt, mit uns die verschiedenen Testreihen durchgeführt", sagen Daniel und Paul. Da es nicht einfach eine Seife sein soll, sondern eben etwas mit Bezug auf die Region, mündete die Suche schließlich in der Entscheidung: "Wir verwenden das Elberad-Logo". Dass die Seife dann auch blau sein muss, war gar keine Frage. "Wir haben viel experimentiert. Es hat sich gezeigt, Pigmentfarbe ist am besten geeignet." Und auch ein wenig Elbsand verarbeiten die Schüler mit, "wegen der Griffigkeit".

Mittlerweile sitzen weitere Partner mit im Boot. Dr. Michael Otto mit seiner gleichnamigen Firma hat Erfahrungen in der Kosmetikherstellung, weiß, dass man auch als junger Forscher für seine Seife eine Unbedenklichkeitsprüfung veranlassen muss, will man sie produzieren. Und das möchten die Gymnasiasten vielleicht. Es ist gut vorstellbar, dass am Elberadweg in Hotels und Pensionen die Seife aus Wittenberge liegt. Bis dahin ist es aber noch weit, das sagt Otto den jungen Leuten als Mann aus der Wirtschaft auch: Unter dem Strich müssen sich Ausgaben und Einnahmen rechnen.

"Jetzt beschäftigen wir uns erst einmal mit der Formherstellung für die Seife und mit dem Marketing", sagen die Gymnasiasten. Sie nutzen dafür die Projektkwoche an ihrer Schule, die gestern begann. Mit dem Ingenieuerbüro Naumann im TGW und der Fachhochschule Wildau haben sie weitere Partner gefunden.

Den Förderverein am Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik Frankfurt/Oder beeindruckte das fächer übgreifende Projekt der Wittenberge so, dass sie im September mit einem 1.Platz ausgezeichnet wurden.

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