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Der Prignitzer

20. November 2017 | 22:27 Uhr

Biedermeier : Bitte gucken! Biedermeier lockt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Weihnachtsmarkt in Werben lockt mit besonderen Angeboten

svz.de von
erstellt am 11.Dez.2015 | 16:50 Uhr

Ein Guckhaus, wo gibt‘s denn so was? In Werben! Heute und morgen präsentiert die Stadt auf dem Biedermeier-Christmarkt abseits von Handwerk und Kulinarischem auch ein vielfältiges Kulturprogramm. Für den Arbeitskreis Werbener Altstadt (AWA) geht der Biedermeier-Christmarkt auch immer mit einer reichlichen Portion Kultur einher. Auf dem Kirchplatz, in der Alten Schule, im Hoftheater, in der St. Johanniskirche und im Freien wird dem Besucher vielerlei Kultur dargeboten. Die erste Neugierde wird bereits in der Fabianstraße 26 geweckt, der AWA hat sich erstmalig in ein Guckhaus verwandelt. Wer durch die Scheibe lugt, und das ist ausdrücklich erwünscht, kann etwas Märchenhaftes entdecken.

Heute um 13 Uhr und Sonntag um 12 Uhr lädt Bürgermeister Jochen Hufschmidt zur Kirchenführung. Vielleicht schon auf dem Weg dorthin können sich die Besucher mit dem Biedermeier-Marktboten eindecken. An der Spielbude „vör Jungs un Deerns“ – sie ist eine Premiere – ist eine Märchenstunde geplant. Außerdem können sich Kinder in der Klecksographie üben und Weihnachtskarten basteln.

Die Dilettantengesellschaft „Altmärkisches Treibgut“, das Werbener Laientheater, hat für dieses Jahr das Märchen „Tischlein deck dich“ als Kurzversion eingeübt. Es gibt im Hoftheater in der Seehäuser Straße zwei Vorstellungen, heute um 15 Uhr und morgen um 14 Uhr.

Im Hause Eifrig (Marktplatz 17/Seehäuser Straße) ist das Figurentheater „Liselotte“ aus Berlin zu Gast. Das Papiertheater ist gewissermaßen der Fernseher des 19. Jahrhunderts. Aus kolorierten Pappen werden dafür Kulissen und flache Schauspielfiguren zurechtgeschnitten und durch Stäbe und Drähte bewegt.

Dieses Mal kommt eine originale Papiertheater-Bearbeitung von „Wallenstein“ zur Aufführung. Die Zuschauer werden in den Dreißigjährigen Krieg versetzt – heute um 14 und 16 Uhr, morgen um 13 und 15 Uhr. Karten gibt es am Stand des Kunstmalers Seidel, Restkarten an der Theaterkasse.

In der Alten Schule wird eine Ausstellung rund um Heinrich Hoffmann, den Autoren des „Struwwelpeter“, eröffnet. Seine Weihnachtsgeschichte „König Nussknacker und der arme Reinhold“ wird zum Thema, aber vor allem auch die andere Seite des Heinrich Hoffmann. „Viele wissen nicht, dass Hoffmann als Psychiater gearbeitet hat“, informiert Ausstellungsinitiatorin Irmgard Gellerich. Hoffmann arbeitete in der „Anstalt für Irre und Epileptische“ in Frankfurt am Main. „Die Besucher werden etwas über Psychiatriegeschichte erfahren“, so Gellerich, die selbst Nervenärztin ist. Die Einführungen sind heute um 13.30 Uhr und morgen um 12.30 Uhr.

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