Plauderei mit Ella Endlich : Bitte ein Bier!

Hatte Spaß mit den Kindern aus dem Tanzcentrum Wittenberge: Ella Endlich. Fotos: H. Taufenbach
Hatte Spaß mit den Kindern aus dem Tanzcentrum Wittenberge: Ella Endlich. Fotos: H. Taufenbach

Ella Endlich liebt die deftige Kost und bezeichnet „Küss mich, Halt mich, Lieb mich“ als einen Segen

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12. Juli 2015, 19:00 Uhr

„Worüber wollen wir jetzt plaudern?“, fragt Ella Endlich. „Über ‘Drei Haselnüsse für Aschenbrödel‘ oder lieber über meine Leidenschaft für Bier?“

Na dann beginnen wir doch mit dem Bier.Darf ich Sie zu einem Glas einladen?

Ella Endlich: Vor dem Auftritt nicht, aber heute Abend nach der Vorstellung sehr gerne.

Ich hätte Sie allenfalls nach einem Glas Wein gefragt.

Ja, das denken viele. Aber ich trinke wirklich gerne Bier und auch Whisky. Seit meiner Schottlandreise habe ich eine ganze Whisky-Sammlung.

Bier und Salat passen aber nicht zusammen.

Sollen sie auch gar nicht. An der Kaffeetafel habe ich mir gerade vor dem Stück Torte ein Mettbrötchen geholt. Ich liebe es deftig und fettig.

Zum Beispiel?

Thüringer Rostbratwurst und Leberwurst. Niere mit Apfelringen mag ich besonders gerne. Ich bin durch meine Großeltern geprägt.

Kommen wir zur Musik. Sie singen heute Abend „Ella, elle l’a“. Ist das nicht seltsam, seinen eigenen Vornamen zu singen?

Ach, das ist cool. Ich spiele mit dieser Ironie. In dem Lied geht es doch nicht um mich, sondern um die amerikanische Sängerin Ella Fitzgerald . Ihr zu Ehren entstand das Lied, welches ich singe.

Sie ahnen es. Die Frage nach den Haselnüssen und dem Lied „Küss mich, Halt mich, Lieb mich“ lässt sich nicht länger aufschieben. Ist dieser Hit für Sie inzwischen eher Fluch oder Segen?

Es ist ein ganz besonderes Lied und für mich ein Segen. Es hat sich zu einem Hochzeitslied entwickelt, wird auf Trauungen gespielt. Ich bekommt Post von Brautpaaren die sich bei mir bedanken.

Kinder aus dem Tanzcentrum Wittenberge werden Sie dazu begleiten. Wie ist das für Sie?

Überall wo ich hinkomme, möchten regionale Tanzkurse oder Chöre mit mir dieses Lied zusammen auf der Bühne präsentieren. Ich finde das schön.

Bei der Aufführung am Freitag haben Sie den Kindern einen ganz lieben Blick zugeworfen. Das wirkte sehr überzeugend.

Das ist es auch. Es erinnert mich an meine erste Bühnenerfahrung, bei der ich selbst als Kind im Hintergrund tanzte. Ich war damals genauso aufgeregt wie die Wittenberger Kinder.

Schauen Sie sich den Märchenfilm noch an?

Unzählige Male habe ich ihn gesehen und er läuft heute immer noch bei mir, aber nur im Hintergrund. Bewusst schaue ich ihn mir nicht mehr an.

Am Ende des Programms erleben wir Sie noch einmal mit dem Filmmusical „I am what I am“. Sie arbeiten mit dem Ballett zusammen. Was ist das für ein Gefühl?

Die Männer heben mich am Ende hoch. Solche Hebefiguren bin ich nicht gewohnt. Ich gebe zu, ich war aufgeregt.

Über Bier haben Sie von sich aus erzählt. Was fällt Ihnen zum Stichwort High Heels ein?

Sie sind für mich wie eine Sucht. Das begann mit meiner Bühnenzeit, heute habe ich rund 300 Paare. Dafür musste ich mir einen Fundus bauen. Es gibt kein Kleid, zu dem ich nicht passende High Heels finden würde.

Wo können wir Sie demnächst erleben?

Am 15. Oktober hat „Best of deutsche Musik“ Premiere im Berliner Wintergarten. Dort werde ich jeden Abend auf der Bühne stehen. Und ich arbeite an einem neuen Album, welches im Frühjahr 2016 erscheinen soll.

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