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Der Prignitzer

21. November 2017 | 15:13 Uhr

Friedhof : Bewegung auf dem Friedhof

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Baumbestattungen werden ab Anfang 2016 möglich sein

von
erstellt am 30.Mai.2015 | 13:30 Uhr

Auf dem Wittenberger Friedhof tut sich eine ganze Menge. Davon konnten sich die Mitglieder des Werksausschusses für den Stadtbetriebshof bei einem Rundgang im Rahmen ihrer Sitzung am Mittwochabend überzeugen. Friedhofsleiter Ingo Lipinski erläuterte die wesentlichen Baustellen.


Vorbereitung von Wahlrasengräbern


„Entgegen üblicher Trends verzeichnen wir eine erhöhte Nachfrage nach Erdgrabstätten, vor allem Rasenwahlgrabstätten“, sagt Lipinski. Diese böten den Vorteil einer klassischen Erdbestattung in Verbindung mit Pflege durch das Friedhofspersonal und der Möglichkeit, ein Familiengrab anzulegen und die Liegezeiten über 25 Jahre hinaus zu verlängern. Derzeit werde ein Grabfeld mit diesen Ruhestätten vorbereitet.

„Überhaupt ist die Nachfrage nach den Rasengräbern ungebrochen. Viele Menschen wollen ihre Angehörigen, die häufig nicht mehr in der Stadt leben, nicht mit der Pflege eines klassischen Grabes belasten.“ Allerdings ergeben sich für die Friedhofsleitung aus den Rasengräbern auch Probleme, da nach wie vor trotz anders lautender Regelungen Grabschmuck und Blumen auf die Grabmale gelegt werden. „Das bedeutet für uns höheren Pflegeaufwand, der nicht eingepreist ist.“


Baumbestattung als neues Angebot


Ein weiterer Trend ist die naturnahe Bestattung an den Wurzeln von Bäumen. Dafür ist eine Fläche im nördlichen Teil des Friedhofs vorgesehen. „Hier werden Jungbäume gepflanzt, zu deren Wurzeln Urnen platziert werden können“, sagt Lipinski. „An Altbäumen wollen wir das nicht machen, da die Gefahr einer Wurzelschädigung zu groß ist.“ Im September werde die Friedhofsverwaltung dem Werksausschuss Vorschläge zu den Gebühren für diese Art der Beisetzung machen.


Fokus auf das Zentrum


Weiterhin informierte der Friedhofschef über die Bestrebungen, den Friedhof zu zentralisieren. So würden neue Gräber bevorzugt näher am Verwaltungsgebäude und der Trauerhalle angelegt. Weiter entfernte Grabfelder hingegen werden nicht neu belegt, ausgelaufene Ruhestätten beräumt. „Auf diese Weise sollen die entfernteren Areale des Friedhofes sukzessive als Park gestaltet werden. Damit tragen wir der demografischen Entwicklung der Stadt Rechnung.“

Bezüglich der Pflegemaßnahmen insbesondere bei Gehölzen sei man in diesem Jahr gut voran gekommen. So sei eine Menge Totholz aus Sträuchern und Bäumen entfernt worden, zudem wurden einige Grabfelder durch Neuanpflanzungen von Hecken eingefasst. „Positiv ist, dass immer mehr Nutzungsberechtigte auf unsere Anschreiben reagieren und ungepflegte Gräber in Ordnung bringen“, so Lipinski.  

 

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