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Der Prignitzer

19. Oktober 2017 | 07:27 Uhr

Parchim : Besucherrekord auf der Eisbahn

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Parchim plant fest mit einer 12. Auflage in diesem Jahr / Die Prignitz bleibt ohne Eisbahn / Wittenberge fehlt das Geld dafür

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 00:33 Uhr

In Wittenberge war sie im Jahr 2012 eine große Ausnahme anlässlich 20 Jahre Stadtwerke, aber in der Kreisstadt Parchim gibt es sie in jedem Winter: die Eisbahn. Seit elf Jahren in Folge lockt sie Eislauffreunde an. Jetzt ist die Saison aber vorbei und die Stadt meldet einen Besucherrekord.

20 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr. „Wir sind sehr zufrieden und freuen uns schon auf eine Neuauflage dieses Events, dass die Innenstadt in der dunklen Jahreszeit sichtlich belebt“, sagt Stadtwerkegeschäftsführer Dirk Kempke.

Die jüngste Eissportsaison war für viele offenbar besonders reizvoll, weil das Wetter diesmal so gar nicht winterlich ausgefallen ist. Da hat es sich wieder einmal ausgezahlt, dass sich die Parchimer mit der weltweit agierenden Spezialfirma „Ice Business“ einen Partner ins Boot geholt haben, der das technisch anspruchsvolle Projekt ziemlich wetterunabhängig in die Tat umsetzt.

Die patentierte Technologie, bei der faltbare Aluminiumsegel und umweltfreundliches Polypropylenglykol als Kühlmittel zum Einsatz kommen, garantiert dennoch einen vertretbaren Energieeinsatz. „Der komplette Stromverbrauch der Alu-Eisbahn wird mit Kohlendioxid neutraler, ,grüner Energie’ von unseren Windkraftanlagen kompensiert“, verspricht das Unternehmen und gibt gleichzeitig eine hundertprozentige Eisgarantie bis zu Temperaturen von 25 Grad Celsius.

Den Beweis tritt „Ice Business“ in Amerika, Russland, der Türkei, in Abu Dhabi und sogar in Thailand an. Ganz so warm war es in Parchim mit überwiegend Temperaturen über dem Gefrierpunkt dann doch nicht. Eins steht aber fest: Ohne die mobile Eisbahn wären die Schlittschuh bis heute ungenutzt im Regal geblieben.

In Erinnerung bleiben wird diesmal, dass erstmals eine kleine Meisterschaft für Firmenteams im Eisstockschießen stattfand. Die Premiere ist durchaus gelungen und am Ende nahm den Siegerpreis – ein 1500 KW/h-Strompaket – das Team vom Kino „Movie Star“ mit nach Hause. Eine Neuauflage unter dem Motto „Schrubben, Schieben und Staunen“ ist bereits eingeplant. „Das werden wir weiter ausbauen. Es liegen bereits neue Anmeldungen für 2014 vor“, so Dirk Kempke, der sich bei Rikardo Wahl für die Organisation des Wettbewerbes und die Versorgung der Eisbahngäste herzlich bedankt.

Auf großes Interesse ist auch diesmal das Angebot der Stadtwerke gestoßen, dass Kinder- und Jugendgruppen die Eisbahn in den Vormittagsstunden gratis nutzen konnten. So manche Schule hat daraufhin den Sportunterricht auf den (Schlitt)-Schuhmarkt verlegt.

Die Kinder- und Jugendlichen gleiten inzwischen routiniert übers Eis. Und, was auch den Eltern besonders wichtig sein dürfte: Schlittschuhlaufen auf der Kunsteisbahn ist ein ziemlich sicherer Winterspaß.

Die Stadtwerke Wittenberge, der Wittenberger Interessenring und auch die Stadt selbst hatten im vergangenen Jahr eine Wiederholung des Eislaufspaßes ausgeschlossen. Eine mehrwöchige Eisbahn sei in der Stadt nicht zu finanzieren, hieß es zur Begründung.


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