Offene Gärten in Rambow : Besucher auf der Suche nach Ideen

Helmut und Gudrun Anschau (rechts) geben Diana Thormann, Claudia und Nicole Trilch (v.l.) Informationen zum Duft- und Rosengarten.
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Helmut und Gudrun Anschau (rechts) geben Diana Thormann, Claudia und Nicole Trilch (v.l.) Informationen zum Duft- und Rosengarten.

Jubiläum für die „Offenen Gärten in der Prignitz“. Besucher kommen nicht mehr nur aus der Region.

svz.de von
11. Juni 2018, 05:00 Uhr

„Die ersten Gäste standen pünktlich um 10 Uhr vor der Gartentür und läuteten die Glocke“, so Helmut Anschau, der sich mit seiner Frau Gudrum seit nunmehr acht Jahren an den „Offenen Gärten in der Prignitz“ beteiligt.

Der pensionierte Waldorf-Lehrer aus Berlin hat 1995 das Grundstück in Rambow erworben. Auf dem verwahrlosten Hof hatte zunächst der Garten Priorität, erfahren seine Gäste. „Vom alten Bestand stehen noch drei Bäume“, lässt Anschau sie wissen. Zwischen 1998 und 2000 begann nach und nach die Gestaltung und Bepflanzung. „Dabei galt es, Tiere wie Vögel und Insekten anzulocken.“ Und so entstanden der Hofbereich, die Obstwiese, eine Viehkoppel aber auch der Bauerngarten sowie der Duft- und Rosengarten. Überall finden sich Sitzmöglichkeiten als Oasen der Ruhe.

Claudia Trilch, die mit ihren Schwiegertöchtern Nicole Trilch und Diana Thormann aus Kyritz kam, ist begeistert über die Gestaltungsvielfalt. „Wir haben uns alte Häuser gekauft“, sagt Nicole Trilch. „Dazu gehören auch Gärten, die noch total verwildert sind. Nun suchen wir Gestaltungsideen.“ Ihr hat es besonders der Duft- und Rosengarten angetan. „Der erinnert mich an meine Großmutter und deren Garten.“

Schwiegermutter Claudia sieht ganz genau hin, um die eine oder andere Idee in ihrem heimischen Garten umzusetzen. „Mir gefällt sehr, wie Anschaus hier alte Gegenstände in die Gartengestaltung einfließen lassen“, sagt sie. „Ich dachte, die Dinge kann man nur noch wegschmeißen. Aber hier wurde ich eines Besseren belehrt.“

Auch auf der Viehkoppel ist inzwischen Leben eingezogen. Die Besucher sind erstaunt, wenn sie am Ende des Grundstücks das Ziegenpaar, die Hühner und die jungen Gänse entdecken. „Bisher war ich hier immer mit dem Rasenmäher unterwegs“, sagt Helmut Anschau, bevor er sich seinen nächsten Gästen widmet. „Jetzt machen es die Ziegen.“

Die Kyritzer hat er jetzt schon für den 9. September zum Tag des offenen Denkmals eingeladen. Dann zeigen Anschaus das umgestaltete Fachwerkhaus.

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