Wittenberge : Besserer Schutz für Technik in der Erde

Unter dieser eigentlich grünen Fläche versickert Regenwasser von den umliegenden Wegen.
Unter dieser eigentlich grünen Fläche versickert Regenwasser von den umliegenden Wegen.

Rigole im Zellwolleweg ist nicht zum Parken und Überfahren geeignet.

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07. Juni 2018, 12:00 Uhr

Bewohner aus dem Zellwolleweg machen sich Sorgen. Auf der großen grünen Insel mitten im Weg würden ab und an Autos parken, wo es nicht gestattet ist. Und außerdem hätten sie schwere Laster beobachtet, die wohl, um den Weg abzukürzen, quer über die Fläche fahren. Die Sorge der Leute gilt nicht dem derzeit sowieso verbrannten Rasen. „In der Erde liegen Versickerungsanlagen. Wenn uns die kaputt gefahren werden, stehen wir da. Das Regenwasser versickert nicht. Und dann noch die Kosten...“

„Ich kann nachvollziehen, dass sich die Leute Gedanken machen“, sagt Steffi Gottwald, Mitarbeiterin im Stadtbauamt. Aber zum Glück kann Bauamtsleiter Martin Hahn gemeinsam mit ihr Entwarnung geben: „Die im Bereich der Grünfläche eingebaute Niederschlagsversickerung ist funktionsfähig und hat nach unserer Einschätzung noch keinen Schaden infolge des Überfahrens bzw.Parkens erlitten.“

Trotzdem sieht das Bauamt Handlungsbedarf, „da eine regelmäßige Überfahrung bzw. Nutzung der Fläche durch parkende Fahrzeuge etc. stattfindet, was für die dauerhafte Funktionsfähigkeit der Anlage nachteilig ist und diese auf Dauer schädigen kann“.

Unter der von Bäumen gesäumten Grünfläche verbirgt sich nämlich eine für die Straßenentwässerung in diesem Siedlungsbereich äußerst wichtige technische Anlage, errichtet, als der Zellwolleweg vor neun Jahren ausgebaut wurde.

Wie Steffi Gottwald erklärt, wird das Oberflächenwasser aus umliegenden Wegen unterhalb der Grünfläche zusammengeführt und versickert dort im Normalfall. Fällt mehr Wasser an, als der Boden aufnehmen kann, wird es über ein Rohr über die Weisener, die Fröbelstraße und die Adolf-Diesterweg-Straße bis in den Küpgraben geleitet“, erklärt Gottwald. Das sei sehr aufwendig und werfe natürlich die Frage auf, warum nicht der kürzeste Weg Richtung Kyritzer Straße gewählt wurde. Denn dort liegt ein großer Abwasserleiter, in den das überlaufende Wasser fließen könnte. Das Problem, der Kanal in der Kyritzer Straße liegt so hoch, dass das freie Gefälle nicht ausreicht, die Stadt ein zusätzliches Pumpwerk hätte bauen müssen.

Zurück zur Rigole, wie das unterirdische Versickerungsystem auch genannt wird. Der Bauamtsleiter kündigt an: „Wir werden, da Handlungsbedarf besteht, gemeinsam mit dem Ordnungsamt prüfen, welche Maßnahmen wir ergreifen können, um dieses Problem zu lösen.“ Bereits in den nächsten Tagen soll es eine Zusammenkunft an Ort und Stelle geben, um die Details zu besprechen.

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