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Pflegezentrum in Wittenberge : Besonderes Haus hat Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vor fünf Jahren zogen die ersten Bewohner in das Pflegezentrum des Kreiskrankenhauses in der Krausestraße

von
erstellt am 17.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Fünf Jahre war es gestern auf den Tag genau her, dass der erste Bauabschnitt des Seniorenpflegezentrums in der Krausestraße offiziell eröffnet wurde. Das war an einem Donnerstag. Ab dem Montag darauf zogen die ersten 36 Bewohner nach und nach in das Haus, von dem dessen heutige Leiterin Ute Timmermann sagt: „Es ist ein besonderes Haus.“ Denn es sei nicht selbstverständlich, dass der Träger einer solchen Pflegeeinrichtung so viel Geld in die Hand nimmt, „um die Pflegeeinrichtung so hervorragend auszustatten, wie es die unsrige ist“.

Träger des Seniorenpflegezentrums ist die Kreiskrankenhaus Prignitz gGmbH. Mit sieben Millionen Euro bezifferte Karsten Krüger, Geschäftsführer dieser gemeinnützigen Gesellschaft, seinerzeit die Investsumme für das Projekt. Auch gestern kam Krüger in das Pflegezentrum gratulierte, hob die gute Entwicklung hervor, die dieser alte Krankenhausstandort genommen habe und bedankte sich bei den Mitarbeitern für ihr Engagement.

Gratulation und Glückwünsche gab es ebenso von Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann. Die Einrichtung feierte in Verbindung mit ihrem Sommerfest den 5. Geburtstag.

Mit ihren 51 Beschäftigten und der guten Vernetzung in der Stadt ist die Einrichtung auch ein gewisser Wirtschaftsfaktor. „Zu unseren Bewohnern kommt der Friseur. Wir benötigen die Podologie, sind mit einer Apotheke vertraglich verbunden“, führt die Einrichtungsleiterin Beispiele an. Viel wichtiger ist ihr aber die Kernbotschaft, hinter der alle im Haus Beschäftigten stünden – vom Pflegebereich über die Betreuung, die Hauswirtschafter bis hin zum Hausmeister: „Wir können das Zuhause der Pflegebedürftigen nicht ersetzen, aber wir können und müssen ihnen das Leben hier so angenehm wie möglich machen.“

„Zuhause ist Zuhause. Das kann das Pflegezentrum nicht ersetzten“, sagt Dietrich Fester. Aber wenn es nicht anders gehe, weil man auf Pflege angewiesen ist, dann müsse man den Schritt gehen. Unter diesem Gesichtspunkt fühle er sich in dem Pflegezentrum wohl, „sonst würde ich hier ja auch nicht mehr wohnen“, sagt Fester. Er gehört zu jenen, die vor fünf Jahren in den Neubau zogen.

Das Seniorenzentrum bietet Platz für 78 Bewohner und verfügt ausschließlich über Einzelzimmer, die auch alle vergeben sind. „Wir möchten, dass sich die Bewohner bei uns so wohl wie möglich fühlen“, betont die Einrichtungschefin. Dazu gehöre auch eine größtmögliche Individualität. Was auch bedeute, dass die Senioren eigene Möbel mitbringen können. „Wir erkundigen uns vor dem Einzug nach Gewohnheiten, Vorlieben, nach dem Beruf, damit wir uns auf den Menschen besser einstellen können, der sein Zuhause – und das ist ein sehr hohes Gut – aufgibt. „Er muss sich bei uns angenommen fühlen.“

Ute Timmermann begann am 1. März 2013 in der Einrichtung als Pflegedienstleiterin und übernahm, als ihr Vorgänger in den Ruhestand ging, die Leitung des Hauses.

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