Karstädt : Besonderer Durstlöscher

_mg_9106

Förderverein der Feuerwehr Karstädt nutzt altes Depot und Magirus-Oldie mit Bierzapfanlage für Allgemeinwohl.

23-11368044_23-66107913_1416392308.JPG von
17. Dezember 2018, 05:00 Uhr

Na, haben Sie heute schon ein Türchen geöffnet? Der Adventskalender mit seinen Geheimnissen gehört mit zu den schönsten Traditionen in der Vorweihnachtszeit. Auch wir wollen bis zum Heiligabend Türen öffnen, die Ihnen sonst verschlossen bleiben. Ob Bahnhof, Gutshaus oder Landratszimmer – lesen Sie selbst, was sich hinter welcher Tür verbirgt. Heute: Die alte Feuerwehrwache in Karstädt

Es ist immer noch ein wichtiger Treffpunkt im Dorfleben von Karstädt, auch wenn das Gebäude nicht mehr im „aktiven Dienst“ steht. Die Rede ist vom alten Feuerwehrgerätehaus am Festplatz in der Thomas-Müntzer-Straße. Vor allem beim Maibaumbaum aufstellen und beim Oktoberfeuer trifft sich hier Jung und Alt. Wann genau das Gebäude errichtet wurde, lässt sich aus den vorhandenen Chronikunterlagen nicht ermitteln. Auf dem Gründungsfoto der Wehr von 1905 stehen die Kameraden noch vor einer Baulücke, neben der Dorfschule. Doch dürfte das Spritzenhaus kurze Zeit später entstanden sein. Für damalige Verhältnisse groß und modern erbaut, war es über neun Jahrzehnte Heimstatt für Technik, Ausrüstung und Ausbildung.

Nach 1990 verbesserten neue und größere Technik den Ausrüstungsgrad der Ortswehr, so dass das alte Depot vom Platz und den Ausbildungsbedingungen für die Kameraden nicht mehr ausreichte. Am 5. März 1999 nahm die Ortswehr ein neues, modernes Gerätehaus in Besitz. Damit endete jedoch nicht die Geschichte des alten Depot, sondern es erhielt eine neue Bestimmung: Es wurde zum Vereinshaus umgebaut, das der 1997 gegründete Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Karstädt für seine Arbeit in Eigenregie übernahm. Der Verein schloss dazu mit der Gemeinde als Gebäudeeigentümerin einen Nutzungsvertrag ab.

Eine Heimstatt fand in einer der beiden Garagen ein Magirus Deutz LF 16, Baujahr 1962. Dank eines Umbaus in viel Eigenleistung der Kameraden dient der Oldie dem Allgemeinwohl und kann mittels eingebauter Bierzapfanlage zum Löschen des persönlichen Durstes eingesetzt werden – bei Festen auf dem Dorfplatz, aber auch bei Veranstaltungen über die Ortsgrenzen hinaus.
Untergestellt in der zweiten Garage sind Bänke, Sitzgarnituren und weiteres Veranstaltungsmaterial des Fördervereins. Auch verfügt das alte Depot über eine komplett ausgestattete Küche, was die Versorgung beim Mai- und Oktoberfeuer wesentlich erleichtert. Genutzt wird die Küche ebenso für Feiern und Veranstaltungen im Vereinsraum des Obergeschosses. Dieser kann auch für private Zwecke gemietet werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen