Kultur- und Festspielhaus Wittenberge : Besondere Perlen in edlem Rahmen

Mit „Perlen an der Elbe“ begeisterten die Perleberger Spielleute das Publikum im voll besetzten Wittenberger Kultur- und Festspielhaus.
Mit „Perlen an der Elbe“ begeisterten die Perleberger Spielleute das Publikum im voll besetzten Wittenberger Kultur- und Festspielhaus.

Stehende Ovationen für den Spielmannszug Perleberg bei seinem Konzert im Wittenberger Kultur- und Festspielhaus.

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26. November 2017, 22:00 Uhr

„Bravo, bravo!“, „Zugabe, Zugabe“ mit stehenden Ovationen wollen die Konzertbesucher den Spielmannszug Perleberg gar nicht von der Bühne des Wittenberger Kultur- und Festspielhauses lassen. Dreimal greifen die Spielleute unter der Leitung von Ricardo Neumann nochmals zu ihren Instrumenten, dann ist das grandiose Konzert „Perlen an der Elbe“ beendet und man hat das Gefühl, jeder im voll besetzten Kulturhaus hätte liebend gern noch weitere Zugaben gehört.

„Wir haben uns für Sie heute Abend unsere besonderen Perlen ausgesucht. Lassen Sie sich von unserer Perlenschnur überraschen“, eröffnete Moderatorin Cornelia Winter charmant den Abend. Zusammen mit ihrem Mann Stefan führt sie durch das Programm.

Von Beginn an verzaubern die Perleberger Spielleute das Publikum mit ihren besonderen Perlen wie Voices von Vangelis, die irische Komposition „Limerick dances“, „MacGyver“ - Titelmusik aus der gleichnamigen US-amerikanischen Serie, „Milonga“ und natürlich darf das Paul-Lincke-Lied „Berliner Luft“ an diesem Abend im Wittenberger Kulturhaus, das am Paul-Lincke-Platz steht, nicht fehlen.

„Die Stimmung gefällt mir besonders gut. Ich kann gar nicht anders, ich muss einfach immer mitwippen“, erzählt Stefanie Jacobsen aus Neumünster überschwänglich in der Pause, die als gebürtige Perlebergerin am Sonnabend das erste Mal ein Konzert des Spielmannszugs erlebt. Genauso wie Resi Neumann aus Wittenberge, die „ganz begeistert“ ist. Dazu trägt auch die Titelmusik des Filmklassikers „Die glorreichen Sieben“ bei.

Augenzwinkernd bittet Cornelia Winter die „glorreichen Sieben“ des Spielmannszugs nochmals gesondert auf die Bühne. So bezeichnet sie an diesem Abend die sieben Mädchen und Jungen, die seit maximal eineinhalb Jahren ihre Freude zum Musizieren bei den Spielleuten entdeckt haben und ihren Premieren-Auftritt feiern. Der Nachwuchs steht wieder parat. „Ich war ganz schön aufgeregt“, gibt der neunjährige Leander zu, der an der Trommel sitzt.

Der musikalische Nachwuchs und die erfahrenen Musiker proben den ganzen Tag im Kulturhaus, damit am Abend jeder den richtigen Ton zur richtigen Zeit trifft. „Es ist hier für uns eine Umstellung. Die Akustik ist ganz anders. Wen höre ich, wen höre ich nicht“, erklärt die Vereinsvorsitzende Sandra Dröge am Nachmittag. Und die besonderen Perlen des breit gefächerten Repertoires, zudem selbstverständlich der Klassiker „Highland Cathedral“ gehört, klingen grandios in den altehrwürdigen Mauern. Egal, bei wem man sich umhört, alle sind sich einig: „Das hier ist ein edler Rahmen, den haben sich die Spielleute einfach verdient“, wie es Antje Gsuck aus Perleberg zusammenfasst und ergänzt: „Unsere Tochter hat zehn Jahre im Spielmannszug gespielt. Wir sind ihm immer noch verbunden und haben die Konzerte in der Rolandhalle miterlebt“, so die Perlebergerin, die wie sie sagt, „auch von der musikalischen Qualität absolut beeindruckt ist“. Mit einem dreimaligen Paukenschlag – sprich Zugaben – verabschieden sich die Perleberger Spielleute erst einmal aus dem Wittenberger Kulturhaus.

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