Neugestaltung an der neuen Promenade : Besondere Idee für speziellen Ort

Der von „rundzwei“ entworfene Neubau (rot) soll leicht schräg zur Hafenstraße stehen und so eine platzartige Erweiterung an der Promenade schaffen.  Zeichnung: „rundzwei“
Der von „rundzwei“ entworfene Neubau (rot) soll leicht schräg zur Hafenstraße stehen und so eine platzartige Erweiterung an der Promenade schaffen. Zeichnung: „rundzwei“

Wettbewerbssieger „rundzwei“ aus Berlin ist von Aufgabenstellung angetan

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03. Juni 2017, 12:00 Uhr

Für einen besonderen Ort eine besondere Lösung finden: Dem Berliner Architekturbüro „rundzwei“ ist es mit seinem Neubauentwurf für die Hafenstraße 8 und damit den Eingang zur neuen Promenade gelungen. Es ist damit Wettbewerbssieger, befand die Jury unter Vorsitz von Professor Ludger Brands.

Die Wohnungsbaugesellschaft als Eigentümer von Grundstück und jetzigem Haus an dieser Adresse möchte im Herbst das alte Wohnhaus abreißen, sagt WGW-Geschäftsführer Torsten Diehn. Der Neubau soll nach dem Brandenburg-Tag 2018 in Angriff genommen werden.

Eindeutig ist in diesem Zusammenhang die Botschaft von Bürgermeister Oliver Hermann Richtung Land. Es geht um Fördermittel für diesen Neubau. Dessen Bedeutung liege ja nicht allein darin, dass trotz Wohnungsleerstands und Rückbau in Wittenberge Bedarf an derartig hochwertigem Wohnraum bestehe. Der von „rundzwei“ entwickelte Bau werde die Elbuferpromenade aufwerten und darüber hinaus quasi das dahinter liegende Areal einrahmen bzw. einfassen, wie es Fachpreisrichterin Dr. Saskia Herbert wertet.

Jenes Areal will die Stadt in den kommenden Jahren entsprechend ihrer Ausrichtung zur Elbe hin als Wohnstandort entwickeln. Die Vorstellungen gehen dahin, dort Stadtvillen für das etwas gehobenere Wohnen errichten zu lassen.

Die Berliner Architekten von „rundzwei“ schlagen für die Hafenstraße 8 ein polygonales, in diesem konkreten Fall sechseckiges, schrägt zur Hafenstraße gestelltes Haus mit sieben Wohnungen und Gewerberäumen vor. Es nimmt die architektonische Sprache des denkmalgeschützten alten Zollhauses auf und leitet über zu dem Wohnhaus Hafenstraße 9, das eine andere architektonische Ausprägung hat

„rundzwei“ gehörte zu den über 60 Büros, die sich für die Wettbewerbsausschreibung der Stadt zur Hafenstraße 8 interessiert hatten. Und die Hauptstädter hatten Glück, sie wurden ausgelost, konnten damit an dem Auftrag arbeiten. Freie Architekturwettbewerbe wie diese seien immer eine Chance gerade auch für jüngere Büros, erklärt Andreas Reeg von „rundzwei“ das Interesse an diesem Projekt. Und dann habe die Ausschreibung spannend und anspruchsvoll geklungen. „Hier wird hochwertige Architektur erwartet, gestalterische Aspekte spielen eine große Rolle“, so der Architekt. Hinzu käme der Kontext zwischen ehemaliger Industrie und Wasserlage, in den der Bau sich einfügen soll. Das sei eine anspruchsvolle, interessante Aufgabe.  

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