Beratungsstelle für DDR-Heimkinder eröffnet

svz.de von
29. Juni 2012, 09:12 Uhr

Potsdam | Eine "Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder der DDR" öffnet am Montag bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Potsdam. Sie arbeitet auf der Grundlage des von der Bundesregierung und den Ost-Ländern geschaffenen "Fonds Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990". Der Fonds solle dazu beitragen, das Unrecht an den ehemaligen ostdeutschen Heimkindern anzuerkennen und zu lindern, sagte Bildungsministerin Martina Münch (SPD) gestern. In den Beratungsstellen erhalten ehemalige Heimkinder Hilfe bei der Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichte und der Beantragung von Entschädigungen. Begrüßt wurde die Beratungsstelle von Vertretern der Opposition. Die rechtspolitische Sprecherin der FDP, Linda Teuteberg, erklärte die Anlaufstelle sei ein wichtiger Schritt, der nur der erste Schritt sein könne. "Wir wissen noch immer zu wenig über den Alltag in den verschiedenen Erziehungsanstalten der DDR."

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