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Fliegender Schädling : Bentwischer Kastanien leiden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Miniermotte schädigt die Bäume an der Kreisstraße. Laubkehren am Sonnabend soll die Schädlinge bekämpfen.

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Die Miniermotte wütet in den Kastanien an der Verbindungsstraße zwischen der Waldsiedlung und Bentwisch. Seit etlichen Jahren schon legen die Raupen des Kleinschmetterlings ihre Eier auf den Blättern der annähernd 60 Straßenbäume an. Die Folgen sind gerade jetzt unübersehbar. „Die Kastanien müssten noch voll im Laub stehen, sehen aber aus, als hätten wir schon Ende Oktober, der Blätterfall hat zu früh begonnen“, sagt Frank Heinke. Er beobachte, so der Bentwischer, dass sich der Zustand der Kastanien durch den Befall, der immer intensiver wird, von Jahr zu Jahr verschlechtere. Heinke spricht als Fachmann, er ist diplomierter Forstingenieur. Als solcher weiß er auch, dass die Entwicklung der Larven zum Welken der Blätter schon im Sommer führt. Die für den Baum lebenswichtige Photosynthese wird vorzeitig gestoppt. Das schwäche die Bäume. Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner wird die Miniermotte nicht mit chemischen Mitteln bekämpft.

„Aber man kann etwas gegen den Befall tun“, weiß Heinke. „Das abgestorbene Laub, auf dem die Eier für die nächste Generation abgelegt sind, muss zusammengekehrt und verbrannt werden.“ Seit Jahren werde das anderswo deutschlandweit mit Erfolg praktiziert.

„Ich denke, wir sollten unbedingt etwas zur Gesundung unserer Kastanien tun“, sagt Heinke und wendet sich an Bentwischer, aber auch Lindenberger und Wittenberger mit der Bitte, gemeinsam die Harke zu schwingen. „Morgen um 15 Uhr findet an der Chaussee ein Arbeitseinsatz statt. Wer mithelfen will, das Laub zusammenzukehren, ist ganz herzlich willkommen.“ Arbeitsgeräte sind bitte mitzubringen. Die abgefallenen Blätter werden in Säcke gefüllt, um verbrannt zu werden.

Die Straße nach Bentwisch und damit auch die Kastanien gehören der Kreisstraßenmeisterei. „Wir sind personell nicht in der Lage, das Laub zu beseitigen“, sagt Werkleiter Michael Becker. Deshalb begrüße er eine solche Initiative, wie die jetzt geplante, sehr.


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