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Offene Ateliers : Belebung für die Kulturlandschaft

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Landkreis Prignitz ist erstmals beim landesweiten Event am ersten Mai-Wochenende dabei

von
erstellt am 17.Apr.2014 | 12:00 Uhr

„Wir Künstler brauchen die Öffentlichkeit. Wir leben hier auf dem Land, ich muss den Austausch mit Menschen haben, hier in Mankmuß mit den Einwohnern kommt man schon viel ins Gespräch. Aber man wartet auch auf die Leute von außen“, sagt Ursula Henriette Kramm Konowalow. Die Schriftstellerin gründete 2011 mit dem Maler und Zeichner Harms Bellin in Mankmuß die Künstlergemeinschaft Galerie E.R.O.S.A. KG Werkgehöft. Und die beiden waren es auch, die die Initiative ergriffen und bei der Kreisverwaltung vorstellig wurden, ob der Landkreis Prignitz in diesem Jahr auch an dem landesweiten Event „Offene Ateliers“ teilnehmen könnte. „Der weiße Fleck sollte verschwinden“, berichtet Harms Bellin schmunzelnd. Und der freut sich, dass mit diesem Event, „die Kulturlandschaft in der Prignitz belebt wird. Ich habe diese Veranstaltung hier vermisst“, so Bellin, der natürlich die Tore seiner Galerie auch öffnen wird. „Hier können sich Menschen begegnen, hier sind die Räume da und die Werke auch.“

Seit 15 Jahren veranstaltet der Verein Kulturlandschaft Brandenburg, der mittlerweile in der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gemeinnützige GmbH vereint ist, dieses Event. Und in diesem Jahr nimmt nun erstmals die Prignitz daran teil. Sämtliche Städte, bis auf Frankfurt/Oder, und alle 16 Landkreise in Brandenburg sind am Wochenende des 3. und 4. Mai dabei. Zwei Tage Zeit für die Besucher, in den Ateliers Kunst zu begegnen, wo sie entsteht, und um Künstler zu treffen. In der Prignitz öffnen an dem ersten Mai-Wochenende 31 Ateliers und Galerien laut Liste des Veranstalters (siehe unten) ihre Türen für die Besucher. Kunsthandwerk aller Sparten, Grafik, Malerei, Skulptur, Keramik, Fotografie und Töpferei kann entdeckt werden. Die Künstler haben sich auch für die beiden Tage etwas einfallen lassen – Mitmachangebote sowie im Rahmenprogramm musikalische und literarische Genüsse. „Wir wollen gerade, dass der ländliche Raum mitmacht und freuen uns, dass die Prignitz in diesem Jahr erstmals dabei ist“, so die Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte, Brigitte Faber-Schmidt. So stand für sie fest, dass sie zur zentralen Pressekonferenz für dieses Event am 3./4. Mai in die Prignitz geht und da natürlich auf die Mankmußer Künstler zugegangen ist, die sich über die Anerkennung freuten.

Die veranstaltende Gesellschaft muss allerdings auf die Mitarbeit der Kulturämter in den Verwaltungen hoffen. Sie müssen das in ihren Kreisen mit den Teilnehmern koordinieren und Geld für die gemeinschaftliche landesweite Broschüre zur Verfügung stellen. Kramm Konowalow und Bellin sprachen so seinerzeit bei der Leiterin Zentrum für Bildung, Kultur und Medien beim Landkreis Prignitz, Simone Döring, vor. „Wir haben dann die Künstler angeschrieben und sind auf eine große Resonanz gestoßen. Ich bin schon gespannt, wie dieses Event bei uns wachsen wird“, so Simone Döring. Und da sei noch ein ganz anderer Aspekt von großem Vorteil für die Prignitz: „Es ist ein Angebot, um zu sehen, welches Potenzial in der Bildenden Kunst steckt und das man sehr gut mit dem touristischen Aspekt verbinden kann“, meint Brigitte Faber-Schmidt.

Da fällt einem in der Prignitz sofort das Stichwort Fahrradtouren ein und für die Zukunft vielleicht Bustouren aus Berlin. „Es braucht seine Zeit, aber das entwickelt sich. Das war bei uns auch so“, berichtete Ines Struyk, Mitarbeiterin im Kulturamt des Landkreises Havelland, die gestern eigens wegen der Pressekonferenz nach Mankmuß angereist war.

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