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Groß Buchholzer plädieren für Beschilderung : Behörden prüfen Situation auf L10

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Seit vielen Jahren kämpft Groß Buchholz für eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Das Ergebnis der Abstimmung steht noch aus.

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Mittwoch, 9 Uhr: Ortstermin an der L 10 in der Ortslage Groß Buchholz. Anwesend der Landesbetrieb für Straßenwesen, der Landkreis, die Polizei, das Ordnungsamt der Stadt, Ortsvorsteherin Nadja Schwark und mit Bärbel Jahrow eine Groß Buchholzerin. Nicht eingeladen, aber anwesend auch der „Prignitzer“, was bei den Vertretern des Landesstraßenbetriebes, des Landkreises und der Polizei auf wenig Begeisterung stößt. Es sei kein öffentlicher Pressetermin, ausladen wolle man den Prignitzer nicht, aber dabei wolle man ihn auch nicht haben und verweist auf die Pressestellen.

Sabine Kramer, zuständige Geschäftsbereichsleiterin beim Landkreis, bestätigt auf Nachfrage dann auch den Termin, zu dem der Landkreis eingeladen habe. Denn das Problem der Groß Buchholzer nehme man ernst und bleibe eben auch dran, betont die Geschäftsbereichsleiterin. Anliegen sei es gewesen, sich zwischen den Behörden zu verständigen, um im Interesse der Groß Buchholzer auszuloten, ob es eine Lösung geben könne. Die Ergebnisse müssen noch beraten werden, sofern aber eine endgültige Aussage vorliege, werde die Stadt, werden die Groß Buchholzer darüber informiert, unterstreicht Sabine Kramer.

„Alle Beteiligten sollten sich noch einmal ein Bild von der gegenwärtigen Verkehrssituation machen“, sagt auch Cornelia Mitschka von der Pressestelle des Landesbetriebes für Straßenwesen. Die sogenannten Anfahrsichten in den Zufahrten zum Ort wurden dabei seitens des Landesbetriebes vor allem überprüft. Das Ergebnis: Im Bereich des Schwarzen Weges und der L 102 werde die Sicht auf die L 10 durch Bäume eingeschränkt. Daher müsste die Geschwindigkeit auf 50 km/h reduziert werden, so die Auffassung des Landesbetriebes.

„Auch unsere Argumente hat man sich angehört“, ist von der Ortsvorsteherin auf Nachfrage zu erfahren. Die Stadt hatte sie zu diesem Ortstermin bewusst miteingeladen, damit die Vertreter der Behörden aus erster Hand auch die Sicht der Einwohner erfahren. Die Stadt ihrerseits möchte gleichso einen abschließenden Bescheid in dieser Sache, möglichst einen, den man auch den Bürgern vermitteln könne.

Seit vielen Jahren kämpft Groß Buchholz für eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Ob Pkw, Laster oder Sattelzug, alles fährt mitten durch das Örtchen. Denn die L 10 trennt das Dorf. Und auf dieser Landesstraße werde alles andere als vorschriftsmäßig gefahren, ist der Tenor seit fast zehn Jahren auf jeder Einwohnerversammlung. Die Groß Buchholzer plädieren so für eine Beschilderung, die diesen Bereich als Ortslage ausweist. Fachlich richtig: Verkehrsrechtliche Anordnung für Ortstafeln. Und die kann in diesem Fall nur der Landkreis erteilen.

60 km/h sind in besagtem Bereich derzeit erlaubt, was bei den Groß Buchholzer kaum auf Verständnis stößt. Nicht zuletzt, weil der Schulbus hier hält. Das Argument kein Unfallschwerpunkt, seit 2013 gab es hier nur einen, wie die Polizei auflistet, sei wenig überzeugend angesichts der Blechlawine, die hier mit beachtlicher Geschwindigkeit ihren Weg durchs Dorf nimmt. Täglich sind es durchschnittlich gut 2000 Fahrzeuge, die durch Groß Buchholz rollen. Das ergab eine Zählung Ende September 2016, also vor der Umleitung aufgrund der Bauerei auf der B 5.  

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