Perleberg : Beguinenwiese in der Warteschleife

Vorzugsvariante für die Gestaltung der Beguinenwiese.  Zeichnung: Beusch Landschaftsarchitekten
Vorzugsvariante für die Gestaltung der Beguinenwiese. Zeichnung: Beusch Landschaftsarchitekten

Ausschreibung höher als geplant ausgefallen. Die Stadt hofft auf Aufstockung der Fördermittel /Entscheidung im März erwartet

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06. Februar 2018, 05:00 Uhr

„Es gibt Geld“, verkündete Bürgermeisterin Annett Jura im Juni 2017. Konkret sind es 456 800 Euro im Rahmen des Stadtumlandwettbewerbes. Bestimmt sind sie für die Umgestaltung der Beguinenwiese. Damit werden 80 Prozent der förderfähigen Kosten vom Land übernommen. Von den restlichen 20 Prozent Eigenanteil der Stadt übernimmt die BIG-Städtebau die Hälfte, denn das Projekt stehe im sogenannten funktionalen Zusammenhang zur Förderkulisse, erläuterte damals Norbert Hollemann von der BIG-Städtebau.

Mit der Gestaltung der Beguinenwiese geht nicht nur ein lang gehegter Wunsch, insbesondere der Schüler und Lehrer der Rolandschule, in Erfüllung, sondern es wird auch aus städtebaulicher Sicht eine Brache beseitigt. Und jene wollen wissen, wann es dann endlich losgeht, wie Schulelternsprecher Jens Freitag auf der gemeinsamen Sitzung von Kultur- und Finanzausschuss zu verstehen gab.

Mit Februar aber wird es nichts mehr werden, wie Bauamtsleiter Hagen Boddin einräumt. Denn selbst das kostengünstigste Angebot, vier gab es für die Umgestaltung der Beguinenwiese, ist deutlich höher ausgefallen, als die 2016 berechneten und veranschlagten Kosten, erläutert Hagen Boddin. Damals war von 571 000 Euro für alles die Rede, heute sprechen wir von rund 635 000 Euro nur für den Bau. „Unterm Strich benötigen wir 133 000 Euro mehr an Förderung“, rechnet der Bauamtsleiter vor. Mit der Fördermittelstelle habe man umgehend das Gespräch gesucht und die Signale seien positiv. Doch die eigentliche Entscheidung stehe noch aus, man rechne im März damit.

Im Umkehrschluss bedeutet das nicht nur hoffen und bangen, sondern heißt auch alle Unterlagen noch einmal einzureichen plus Änderungsantrag und den wirtschaftlichen Bieter zu bewegen, bis zur Entscheidung sein Angebot aufrecht zu erhalten.

Wenn die Entscheidung des Fördermittelgebers positiv ausfalle, könnten die Arbeiten beginnen. Das wäre aber frühestens im April, so Boddin. Die in diesem Bereich notwendigen Fällungen werde man aber vorziehen.

Was ist nun eigentlich geplant? Entstehen soll hier ein Bereich zum Spielen und einer, der zum Entspannen am Wasser einlädt. Entsprechende Elemente werden dafür installiert: Im Spielbereich ein Bolzplatz mit Volleyballnetz und dergleichen, im Umfeld Spielgeräte. Bänke und Plattformen im Ruhebereich. Kleine Stege sollen an der Stepenitz errichten werden, auf denen man ein Stückchen über die Uferlinie hinaustreten und das Umfeld so aus ganz anderer Perspektive betrachten könne.

Stichwort Ruhe insbesondere mit Blick auf den Verkehrs. Diese will man mit einer neuen Verkehrsführung mit kleinem Parkplatz unweit der Jungfernbrücke für die Eltern, die die Kinder zur Schule bringen, erreichen. Und zugleich damit auch noch für mehr Sicherheit in diesem Bereich sorgen. Der Fachmann spricht von einer Optimierung der Verkehrsführung.

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