Diakonie-Hospiz Prignitz : Begleitung am Ende der Lebenszeit

Koordinatorin Ute Gajewski und Ehrenamtlerin Eveline Sachse vor dem Eingang in der Wittenberger Straße.
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Koordinatorin Ute Gajewski und Ehrenamtlerin Eveline Sachse vor dem Eingang in der Wittenberger Straße.

Das ambulante Diakonie-Hospiz sucht Ehrenamtler / Neuer Kurs beginnt dieses Jahr

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09. Januar 2018, 05:00 Uhr

„Mit 19 Ehrenamtlichen im ambulanten Diakonie-Hospiz Prignitz sind wir gut aufgestellt“, sagt Koordinatorin Ute Gajewski. „Dennoch suchen wir nach wie vor ehrenamtliche Mitstreiter. Müssen diese doch einen Kurs absolvieren, bevor sie ihre ehrenamtliche Arbeit aufnehmen.“ Dieser geht über ein Jahr, wobei die Treffen ein- bis zweimal im Monat an einem Sonnabend stattfinden. Hier geht es um die eigene Biografie, die eigene Verarbeitung von Trauer. „Wenn ich weiß, wie ich selbst Trauer wahrnehmen kann, dann kann ich mich auch mit den Themen Tod und Abschied befassen“, sagt Ute Gajewski. Zwei Ehrenamtliche konnten erst kürzlich diesen Kurs erfolgreich abschließen.

In der Hospizarbeit sei es wichtig, für die Klienten da zu sein. „Wir müssen sehen, was gewünscht wird“, berichtet die Koordinatorin aus der Arbeit. „Die Ehrenamtler sind ein wichtiger Ansprechpartner. Mit ihnen werden Dinge besprochen, die in der Familie nicht zur Sprache kommen.“ Auch könnten die Angehörigen Kraft tanken, wenn die Helfer im Haus sind.

Wer Interesse an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit hat, der kann sich per Mail (gajewski@dw-karstaedt-wilsnack.de) oder telefonisch (03876/797314) melden. „Bei einem ersten Gespräch, stellen wir fest, ob es passt“, so Ute Gajewski. Die Bewerber sollten mindestens 18 Jahre alt sein und sich in einer guten stabilen seelischen Verfassung befinden. Bei dieser Tätigkeit müsse man lernen, sich „rausnehmen zu können, wenn man sich nicht fühlt“. Gegenwärtig sind die Ehrenamtler zwischen 25 und 77 Jahre alt. „Wir können also auch junge Leute begeistern.“

Im Jahr 2000 entstand – damals noch unter dem Dach der Caritas – das ambulante Hospiz. Am 1. Juli des vergangenen Jahres hat die Caritas auch diese Aufgabe übernommen. Mit Gisela Freimark, Bärbel Fliege und Siegbert Reupke sind noch heute drei Ehrenamtler aus der Gründungszeit dabei.

Eine, die seit 2011 dabei ist, ist Eveline Sachse. Durch ihre damalige berufliche Tätigkeit im Palliativbereich des Kreiskrankenhauses hatte sie Erfahrungen in der Begleitung von Sterbenden. Daher stand für sie fest, in diesem Bereich weiterzuarbeiten, wenn sie in Rente gegangen ist. Sieben Jahre ist Eveline Sachse nun dabei und sie fühlt sich gut aufgehoben im Team um Koordinatorin Ute Gajewski.

„Mit ihrer Arbeit steht und fällt hier vieles“, sagt sie. „Das ambulante Diakonie-Hospiz ist gut organisiert und bei unseren regelmäßigen Zusammenkünften und Gesprächsrunden werden anstehende Probleme thematisiert und geklärt“, berichtet Eveline Sachse. Nun gilt es, das Team mit neuen Kräften zu erweitern. „Und die, die sich für ein Engagement im Hospiz entscheiden, die werden nicht allein gelassen. Sie haben mit den erfahrenen Ehrenamtlern und der Koordinatorin immer einen Ansprechpartner“, bestätigen Ute Gajewski und Eveline Sachse. Interessenten können auch vorher anstehende Fragen klären.

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