DRK-Sozialboutiquen Prignitz : Bedürftigkeit nachweisen

Die Kundenkarten für die DRK-Sozialboutiquen.
Die Kundenkarten für die DRK-Sozialboutiquen.

Kundenkarten für die DRK-Sozialboutiquen sind nötig.

svz.de von
11. September 2018, 00:00 Uhr

Wer in den DRK-Sozialboutiquen in Perleberg, Wittenberge oder Pritzwalk einkauft, kann das nur noch mit einer Kundenkarte, erläutert Ingo Leverenz, der beim DRK-Kreisverband Prignitz für die Sozialboutiquen verantwortlich ist.

„Wir haben bereits im Juli die Kundenkarten eingeführt, um zu gewährleisten, dass wirklich nur bedürftige Personen von den Spenden der Bevölkerung etwas haben“, sagt er. In allen drei Geschäften hätten die Mitarbeiter immer wieder den Eindruck gewonnen, dass unter den Kunden auch Nichtbedürftige waren und sogar Käufer, die mit der günstig erworbenen Ware Geschäfte machen würden. „Den Leuten, die in unseren Boutiquen nur abgrasen und die Kleidung versilbern wollen, soll mit der Einführung der Kundenkarte ein Riegel vorgeschoben werden“, so Ingo Leverenz.

Wer noch keine Kundenkarte hat, der muss vor dem ersten Einkauf seine Bedürftigkeit nachweisen. Dies können Menschen mit den entsprechenden Bescheiden für Sozialgeld, Arbeitslosengeld oder sonstige Zuschüsse zum Lebensunterhalt. Diese würden von den Mitarbeitern überprüft und bei einer vorliegenden Bedürftigkeit erhalten sie eine Kundenkarte. „Dafür ist auch ein Passbild erforderlich“, um Missbrauch zu verhindern“, betont Leverenz. Die Kundenkarten gelten auch nur so lange, wie die vorgelegten Bescheide. Dann muss ein neuer Nachweis erbracht werden, um die Karten zu verlängern bzw. neue auszugeben.

„Natürlich hatten wir anfangs einige Bedenken“, sagt Ingo Leverenz. „Doch bisher gab es keinerlei Schwierigkeiten.“

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