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Der Prignitzer

14. Dezember 2017 | 23:46 Uhr

Bebauungsplan für Windgebiet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gemeinde will aktiv Einfluss auf die mögliche Errichtung von Windkraftanlagen bei Kleinow nehmen

von
erstellt am 18.Sep.2014 | 22:12 Uhr

Die Plattenburger Gemeindevertretung entschied auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig, für das Windeignungsgebiet Kleinow einen Bebauungsplan zu erarbeiten. Gleichzeitig wurde eine Veränderungssperre beschlossen. Das heißt, dass in dem Zeitraum, in der die Kommune den Bebauungsplan erarbeitet, in diesem Gebiet von etwa 197 Hektar Größe keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden dürfen.

Es darf nicht gebaut aber auch nicht abgerissen werden. So vereinfachte Erich Hoffmann von der Plattenburger Gemeindeverwaltung die rechtliche Situation. Karin Kostka vom Pritzwalker Planungsbüro machte deutlich, dass der Bebauungsplan mit Veränderungssperre die einzige Möglichkeit der Kommune sei, hier Einfluss zu nehmen. Würde sie dies nicht tun, könnten potenzielle Investoren ohne Anhörung der Kommune oder der Einwohner hier Bauanträge für Windkraftanlagen stellen, da das Gebiet in dem immer noch rechtsgültigen Regionalplan aus dem Jahr 2003 ausgewiesen sei. Zwar solle der Bereich Kleinow zukünftig kein Windeignungsgebiet mehr sein, doch stehe es einfach noch in den Sternen, wann es einen neuen Regionalplan geben werde, so Karin Kostka.

In dem Bebauungsplan könne die Kommune dann unter Berücksichtigung alle Faktoren, wie Mindestabstände zur Wohnbebauung, zu Vogelschutzgebieten oder dem Vorkommen geschützter Arten, festlegen, kann bestimmen, wo Windkraftanlagen gebaut werden dürften und wo nicht. Nach der Größe des Bereiches könnten hier neun bis zwölf weitere Windräder errichtet werden, so Kostka. Wäge man aber die im Moment wirksamen Einschränkungen ab, würden es wohl nur noch vier oder fünf werden. Gebe es im Laufe der Planungsphase weitere wichtige Erkenntnisse, könne es sogar geschehen, dass durch die geltenden Abstandsregelungen gar keine Windkraftanlagen gebaut werden können. Das ist auch das Ziel vieler Bürger in und um Kleinow. Ortsvorsteher Thomas Richter übergab der Bürgermeisterin eine Unterschriftenliste. 80 Prozent der Kleinower Einwohner sprechen sich darin mit ihrer Unterschrift gegen den Bau von Windkraftanlagen in Kleinow aus. Bürgermeisterin und werden aufgefordert, alles Mögliche zu tun, um den Bau von Windrädern bei Kleinow zu verhindern. Man habe mit diesem Beschluss zunächst Zeit gewonnen, verdeutlicht Karin Kostka. Man dürfe dennoch nicht untätig sein, sondern müsse jetzt aktiv an dem Bebauungsplan arbeiten und den Bereich gestalten.



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