Ortsvorsteherwahl in Lübzow : Beate Groschinski gewinnt Wahl

Weitere fünfJahre ist Beate Groschinski (l.) Ortsvorsteherin.
Weitere fünfJahre ist Beate Groschinski (l.) Ortsvorsteherin.

In geheimer Abstimmung votierte Mehrheit für Lübzowerin, damit ist die bisherige auch die neue Ortsvorsteherin

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27. August 2015, 09:11 Uhr

Das Interesse an der Ortsvorsteherwahl in Lübzow war sichtlich groß. 14 Wahlberechtigte hätten mindestens anwesend sein müssen, damit gewählt werden konnte. 47 (51 Prozent) der Wahlberechtigten kamen und stimmten auch ab. Allerdings nicht offen, dazu hätte es eines einstimmigen Votums im Vorfeld gebraucht. Das gab es nicht. Mit 24 von 47 Stimmen wurde Berate Groschinski auch für die nächsten fünf Jahre als Ortsvorsteherin wiedergewählt.


Ende des Wirrwarrs der Hausnummern


Erste Glückwünsche und Blumen gab es von Bürgermeisterin Annett Jura. Für jene war es faktisch ihr Antrittsbesuch in Lübzow. Wie zu erwarten hatte sie mit Blick auf die vergangene Einwohnerversammlung, die zu Jahresbeginn stattfand, bereits einige Erfolge zu verkünden. Das Wirrwarr der Hausnummern hat sich so endlich geklärt. Zuvor war selbst den Lübzowern schleierhaft, nach welchem System diese vergeben worden waren. Oftmals kritisiert, aber nie tat sich etwas. Bis jetzt. Inzwischen sei das Melderegister bereinigt worden, etliche Lübzower hätten bereits ihre Dokumente entsprechend auf den neuen Stand der Dinge gebracht.

Die Bürgermeisterin kündigte an, dass auch die Hinweisschilder, die zum einen das Ende der Dorfstraße als Sackgasse aus- und zum anderen auf die Nummerierung der hinteren Häuser hinweisen, im September aufgestellt werden. Auch das war ein Wunsch der Anlieger – ebenso, erneut eine Verkehrszählung im Dorf durchzuführen. Vom 18. bis 25. August wurde das Statistikgerät der Stadt so installiert, dass alle ein- und ausfahrenden Fahrzeuge vom Fahrrad bis zum Laster rund um die Uhr erfasst wurden. Uwe Schleich von Ordnungsamt der Stadt erläuterte, dass deren Geschwindigkeit und der Zeitpunkt exakt registriert wurden. Das Ergebnis: Insgesamt wurden in der einen Woche 1792 Fahrzeuge gezählt, die entweder ins Dorf fuhren oder heraus, davon 1361 Pkw. Lkw waren es 90 und Lastzüge 70 (dazu zählen auch Trecker mit Hänger). Das entspreche in etwa dem Verkehr einen Anliegerstraße in Perleberg, allerdings fahren dort keine landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Auch hinsichtlich der Geschwindigkeit gab es keine Hiobsbotschaft. Bei erlaubten 60 km/h in dem Bereich lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 46 km/h.

Kritisch angesprochen wurde im Vorfeld, dass das Brückenbauwerk eingangs von Lübzow bereits erhebliche Beschädigungen aufweise. Für dessen Unterhaltung ist die Stadt in der Verantwortung. Sie hat einen Gutachter mit der Problematik betraut. Der bestätigt, dass die Brücke schadhaft sei, aber in ihrer Stand- und Verkehrssicherheit dadurch nicht beeinträchtigt werde. „Sie ist sicher“, so die Bürgermeisterin, die aber nicht ausschloss, dass auch dieses Bauwerk irgendwann erneuert werden müsse. Bis dahin wolle man im Rahmen der Unterhaltung an Schäden beseitigen, was machbar sei.

Beseitigt werden soll auch ein inzwischen total verwitterter Holzzaun, der vor rund 18 Jahren mal als eine Art Prallschutz stehen blieb. Er sollte verhindern, dass bei Glatteis Fahrzeuge möglicherweise im angrenzenden Graben landen. Bauamtsleiter Hagen Boddin regte an, dass die Stadt die Kosten für ein neues, stabiles Geländer an dieser Stelle ermittle und alle andere Fragen, die damit im Zusammenhang stehen, kläre.

Der Lübzower Armin Wolf warf in die anschließende Diskussion, dass gewerbliche Nutzer der Stepenitz, sprich Kanuverleih und Touren, auch dafür sorgen müssen, dass die Kanuten unterwegs Toiletten finden und nicht auf privaten Grundstücken Zuflucht suchen. Annett Jura sicherte zu, dass man mit den Betreibern sprechen werde. Einem mächtigen Ahornbaum mitten im Dorf, der zwar dieser Tage erst wieder den notwendigen Verkehrs- und Sicherheitsschnitt erhielt, trauen etliche Lübzower wie Joachim Harnisch dennoch nicht so recht über den Weg, befürchten, dass der nächste Sturm ihn zu Fall bringen könnte. Auch der unbefestigte Teil der hinteren Dorfstraße gab Anlass zur Kritik.

Den Baum werde man weiterhin im Auge behalten. Um ihn zu fällen, müsse ein Baumgutachter sein Okay geben, so Holger Schelle, stellvertretender Leiter des Stadtbetriebshofes. Die Sache mit dem Weg sah man sich im Anschluss gleich gemeinsam an, um auch dafür eine Lösung zu finden.

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