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Wahrberge-Verein : Beachparty bleibt ein Knüller

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Verein etabliert sich als Arbeitgeber und plant weit entfernt Ziele an / Schwach besuchtes Mittelalterkonzert wird fortgeführt

von
erstellt am 13.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Mit 23 Jahren ist der Wahrberge-Verein e. V. den Kinderschuhen und der Pubertät längst entwachsen. „Inzwischen sind wir als Verein auch ein nicht ganz unwichtiger Arbeitgeber in unserer Region“, macht Vorsitzender Halldor Lugowski deutlich. Und er bezieht diese Feststellung nicht nur auf die geförderten Arbeitsstellen, ohne die die viele Aufbauarbeit vor allem in den ersten Jahren kaum zu schaffen gewesen wäre.

In der vor kurzem stattgefundenen Jahreshauptversammlung konnte die Vereinsspitze ein positives Jahresresümee ziehen und u. a. auch darüber berichten, dass in der vereinseigenen Gaststätte „Zur Hexe“ mittlerweile drei unbefristete Arbeitsstellen geschaffen wurden. In Anstellung arbeitet zudem jedes Sommerhalbjahr eine Saisonkraft am Kiosk auf dem Vereinsgelände, das mit Waldlehrpark, Badesee, Sommerrodelbahn und Übernachtungsmöglichkeiten zum Tourismusmagneten avanciert.

Was das angeht sprechen die Zahlen für sich: Insgesamt zählte der Wahrberge-Verein im zurückliegenden Jahr rund 5000 Übernachtungen und kann überdies auf die stolze Zahl von rund 30 000 Tagesgästen verweisen, die meisten davon im Waldlehrpark mit an die 15 000 Personen, rund 4500 besuchten den Badesee, um die 5000 vergnügten sich auf der Sommerrodelbahn.

Übers Jahr gesehen, so Halldor Lugowski im Gespräch mit dem „Prignitzer“, seien Vereinsmitglieder beinahe jede Woche auf Veranstaltungen im Einsatz, natürlich nicht immer bei eigenen. „Wir sind Partner des Lindenberger Kleinbahnvereins, übernehmen bei Pollo-Events oder-Fahrtagen die Versorgung“, erläutert Lugowski. Die Wahrberge-Veranstaltungen spannen einen weiten Bogen. Das gilt auch für Planungen in diesem Jahr. Zu den Höhepunkten zählen das Lehrparkfest mit Trödelmarkt und Band am 17. Mai, der fünfte Prignitzer Theatertag am 4. Juni, die Beachparty am 5. Juli und der Märchentag am 6. September.

Am mittelalterlichen Konzert hält der Verein trotz des Einbruchs bei den Gästezahlen auch 2014 fest. Stattfinden soll es am 13. September. „Wir werden uns da in eine etwas andere musikalische Richtung bewegen, weg vom Rock, hin zu irisch-schottischen Klängen“, blickt Halldor Lugowski voraus. Insgesamt will man aber, was dieses Konzert angeht, mit einem kleineren Budget arbeiten.

Apropos Budget: Das vergangene Jahr schloss der Verein mit Mindereinnahmen ab. Ein Grund war das mittelalterliche Konzert, das nicht die erwarteten Besucherzahlen brachte. Hinzu kamen Investitionen, mit denen der Verein Werte schaffte, wie etwa die Errichtung des sechsten Blockbohlenhauses, dessen Bau dieses Mal ohne jegliche Zuschüsse finanziert wurde, oder Lückenschluss an der Gaststätte „Zur Hexe“. Hier entstand ein multifunktioneller Raum, die „Märchenstube“. Der Verein beteiligte sich mit einer Summe von 10 000 Euro. „Wir stehen wirtschaftlich stabil da“, sagt Halldor Lugowski. Die gut 40 Mitglieder des rührigen Heimat- und Kulturvereins können also bereits die nächsten Ziele anpeilen – was sie auch tun. „Unter anderem wollen wir für die Beherbergung unserer Gäste, speziell für die Ferienlagerzeiten, noch zwei weitere Blockbohlenhäuser errichten, müssen jedoch schauen, wie wir das finanziert bekommen. Die Baugenehmigungen dafür liegen bereits vor“, so Lugowski. Parallel arbeitet der Wahrberge-Verein an einem Konzept für Ausbau und Nutzung der Groß Woltersdorfer Kirche. Das alte Gemäuer befindet sich in schlechtem Zustand. „Gemeinsam mit vielen Partnern möchten wir eine Trägergemeinschaft entwickeln – 2017 bis 2019 möchten wir gern bauen.“ Das wäre dann ein völlig neues Kapitel im „Wahrberge-Märchenbuch“.


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