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Der Prignitzer

18. November 2017 | 17:09 Uhr

Baustopp : Baustopp am Kasültenplatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bauschutt verhindert Erschließung. Auflagen der Abfallbehörde: Analyse und Beprobung der Funde

svz.de von
erstellt am 09.Nov.2017 | 17:12 Uhr

„Die Bauarbeiten für das geplante Wohngebiet Kasültenplatz wurde am 12. Oktober gestoppt“, so Bauamtsleiter Hagen Boddin in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr. „Mit Beginn des Abtragens des Bodens kamen Bauschutt, Hausmüll und andere Stoffe zum Vorschein.“ Die Bauarbeiten ruhen nun so lange, bis bis aktuellen Beprobungsergebnisse vorliegen.

Wie von Bauamtleiter Hagen Bodin auf „Prignitzer“-Nachfrage zu erfahren ist, besteht seit nunmehr zwei Jahren Baurecht für das geplante Wohngebiet. Davor haben sich die Abgeordneten intensiv mit dem B-Plan 36 befasst. „Schon damals gab es einen Beschluss der Stadtverordneten die Fläche zu beproben und die Altlasten zu entfernen“, sagt Hagen Boddin. „Die Grundstücke sollten beräumt und erschlossen an die künftigen Bauherren verkauft werden.“ Aus der damaligen Beprobung hatte sich ergeben dass die Fläche auf einer Höhe von 35 Zentimeter – auf einer Fläche bis 60 Zentimeter – abgetragen und wieder aufgefüllt werden müsse. Doch mit den jetzt entdeckten Ausmaßen habe man nicht gerechnet, die wurden erst mit Beginn der Erdarbeiten sichtbar.

Aus den Funden – Bauschutt, wie Steine, Mauerreste, Mauersteine, und Hausmüll, wie alte Eimer, Spaten, Glasscherben und ein altes Tintenfass – vermutet Boddin, dass diese Auffüllung zwischen den beiden Weltkriegen erfolgt sei. Selbst alte Perleberger kennen diese Fläche nur als Sportplatz, was die Vermutungen bestärkt.

Von der Abfallbehörde des Landkreises Prignitz wurde die Stadt nun beauftragt, die Auflage, die Funde analysen und beproben zu lassen. „Die notwendigen Ausschreibungen für die Untersuchung sind erfolgt“, sagt Hagen Boddin. „Daher wird sich in diesem Jahr an der Baustelle Kasültenplatz nichts mehr bewegen.“

Geprüft werden muss dann auch, in wie weit die Stadt den derzeitigen Antrag auf Fördermittel erhöhen könnte.

Hagen Boddin bedauert es, dass sich die Vermarktung und somit auch die Bebauung am Kasültenplatz weiter verzögert. 19 Bauplätze sollen hier für den Eigenheimbau entstehen. „Die Planung erfolgte unter dem Aspekt der Innenstadtverdichtung. Statt am Stadtrand wollen wir auf verfügbaren Flächen in der Stadt bauen lassen“, meint Hagen Boddin. „Und die Lage am Beyerteich ist auch sehr schön.“ Doch nun ruhen die Bagger erst einmal.

In der Verwaltung hofft man, dass man so bald wie möglich mit den Erschließungsarbeiten am Kasültenplatz fortfahren kann.

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