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Der Prignitzer

18. Oktober 2017 | 00:34 Uhr

Baustelle Kreisverkehr

vom

svz.de von
erstellt am 01.Apr.2011 | 10:00 Uhr

Perleberg | Verkehrstechnisch gesehen dürfte der 6. April für die Stadt eine Herausforderung werden. Nachdem seit dem 2. April die Hamburger und die Reetzer Straße im Zuge des Kreisel baus Sackgassen sind, wird am Mittwoch, 7 Uhr, auch die Zufahrt vom Hohen Ende aus in die Lindenstraße für 24 Stunden passé sein. Der Grund: Die Schwarzdecke wird eingebaut. Für alle Kraftfahrer bedeutet das, bis Donnerstag, 7 Uhr, führt der Weg einzig über die Max-Viereck- Straße auf die Lindenstraße bzw. über die Sophienstraße auf die ehemalige B5.

Ein ähnliches Bild an diesem Tag in der Rosa-Luxemburg-Straße. Denn auch die Einmündung in die Lindenstraße erhält die abschließende Deckschicht aus Bitumen. "Die Zufahrt zum Parkplatz werden wir aber gewährleisten", betont Robert Kazmierczak, zuständig für den Verkehr bei der Stadt. Für alle Anlieger gilt an diesem Tag - Zufahrt frei bis zur Baustelle.

Umstellen müssen sich jene, die am Mittwoch geplant haben, mit dem Bus von der Haltestelle Lindenstraße stadteinwärts zu fahren. Für sie fährt der Bus von der Haltestelle Karl-Marx-/Ecke Max-Viereck-Straße, erläutert Kazmierczak.

Mit Einbau der Deckschicht kann der Verkehr dann wieder seinen derzeitigen Verlauf nehmen, sprich man gelangt vom Hohen Ende direkt in die Lindenstraße und von dieser auch wieder in die Rosa-Luxemburg-Straße. Für unseren Leser Andre Weiß und "etliche Anwohner", wie er sagt, ein Albtraum. Bereits morgens um 4.30 Uhr werden sie derzeit durch das Poltern der Fahrzeuge aus dem Schlaf gerissen, berichtet Herr Weiß. "Und das geht so bis 22.30 Uhr." Seit die Putlitzer Straße Baustelle ist, sucht sich der innerstädtische Verkehr seinen eigenen Weg. Und der kürzeste führt über das Kopfsteinpflaster der Rosa-Luxemburg-Straße weiter in die Kurmärker und rauf auf die B 5 bzw. umgekehrt in die Lindenstraße, um so in die Stadt zu gelangen. "Hier ist Zone 30, dran halten tut sich aber niemand. Die brettern nur so durch die Straße, vor allem Lkw, Kleintransporter und auch Busse. Polizei und Stadt rühren sich nicht", so Herr Weiß sichtlich sauer. Nicht zuletzt befürchtet er Schäden am Haus und auch die Baulast der Straße sei für derartigen Verkehr nicht ausgelegt.

Letzteres trifft nicht zu, ist aus dem Bauamt zu erfahren, dennoch dürfen Lkw hier gar nicht fahren. Für sie, sprich für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, ist die Durchfahrt gesperrt, entsprechend auch die Beschilderung, unterstreicht Kazmierczak. Ausgenommen davon sind der Liefer- und der Busverkehr. Er verstehe durchaus, dass die Anlieger mit der derzeitigen Situation alles andere als glücklich sind, "doch mehr können wir nicht machen. Es ist eine öffentliche Straße". "Als Busunternehmen haben wir die Routen mit der Stadt abgestimmt und müssen uns auch daran halten. Durch die Rosa-Luxemburg-Straße dürfen wir fahren und müssen es jetzt auch. Wir haben Fahrzeiten einzuhalten und der ZOB Perleberg ist ein Knotenpunkt", so Manfred Prause, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Prignitz.

Die Polizei bestätigt einmal mehr, dass von der Beschilderung her nicht mehr geht, alles ordnungsgemäß sei. Mehr als 30 km/h könne man hier im Guten eigentlich nicht fahren, "das lasse der Zustand der Straße schon nicht zu". Lasern, um genaue Werte zu erhalten bzw. um vielleicht doch den einen oder anderen Raser zu erwischen, das gehe hier nicht. Aber Präsenz wolle man dennoch verstärkt zeigen.

Das Ordnungsamt der Stadt hat derweil den Verkehrszähler in der Kurmärker Straße aufgestellt, um ein exaktes Bild vom Verkehrsstrom und der gefahrenen Geschwindigkeit zu erhalten. "Ich werde den Zähler auch noch in die Rosa-Luxemburg-Straße umsetzen", so Kazmierczak.

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