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Wittenberger Schulen : Baustart kurz vor Schulbeginn

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Planungen zum besseren Lärmschutz waren wegen Denkmalschutz kompliziert

von
erstellt am 03.Sep.2016 | 05:00 Uhr

An diesen Schulanfang werden sich die diesjährigen Abc-Schützen der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule wohl noch länger erinnern. Denn das Haus ist seit einer Woche auch eine Baustelle. Der Lärmschutz in der Einrichtung soll verbessert und so das Lernen erleichtert werden.

Dazu werden insgesamt etwa 1800 Quadratmeter Akustikdecke und 120 Quadratmeter Wandabsorber angebracht (wir berichteten). Die Fertigstellung ist für den 20. Januar 2017 geplant. Die Kosten liegen bei zirka 300 000 Euro. Das Projekt wird zu 90 Prozent aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes finanziert, den Rest übernimmt die Stadt Wittenberge. „Wir sind sehr glücklich, dass diese Maßnahme nun vorgenommen wird. Auch wenn der Zeitpunkt für uns etwas schwierig ist“, sagt die stellvertretende Schulleiterin, Irena Mai. Sie kennt das Problem in dem denkmalgeschützten Haus gut. „Die Decken sind sehr hoch, es hallt dadurch sehr stark.“ Dieses Problem wird erst recht deutlich, weil die Schule auf Gruppenarbeit setzt. Die Kinder finden sich zusammen und erarbeiten gemeinsam Themen. Die Architektur und der Denkmalschutz des Gebäudes führten auch dazu, dass sich die Planungen für den Lärmschutz hinzogen. „Für die Jahnschule war es komplizierter als für die Elbland-Grundschule. Natürlich wollten wir schon eher in den Sommerferien anfangen“, so Stadtsprecherin Christiane Schomaker.

So heißt es: Improvisieren. Die Arbeiten beginnen in der Aula und dem Obergeschoss. „Wir können immer drei Räume freiziehen, die dann mit dem Lärmschutz ausgestattet werden. Sind sie fertig, gehen die Klassen dort hinein und die nächsten drei Räume werden gemacht“, schildert Irena Mai. Auf das Computer-Kabinett müsse wohl verzichtet werden, da es als normaler Unterrichtsraum genutzt werden soll. Die mittlere Etage soll in den Oktoberferien angefangen und auch fertig werden, damit die Erst- und Zweitklässler möglichst nicht zu sehr im Haus hin und her wechseln müssen. „Außerdem werden die lärmintensiven Arbeiten generell in den Pausen oder am Nachmittag erledigt“, so Irena Mai. Das zweite Schulhalbjahr soll dann in neuer Stille absolviert werden. 

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