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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 03:44 Uhr

Baumschnitt hat wieder Saison

vom

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2011 | 10:02 Uhr

Perleberg | Wenn die Gartenfeuer lodern, dann ist auch immer Zeit für den Baumschnitt. Vom 1. Oktober bis zum 29. Februar des kommenden Jahres darf es offiziell den Bäumen ans feine Geäst oder hier und da notgedrungen auch an den Stamm gehen. "In der anderen Zeit ist der Baumschnitt nur mit Ausnahmegenehmigung möglich", betont Antje Hartwig, die Fachfrau beim städtischen Umweltamt. Beispielsweise, wenn eine Gefährdung von den Bäumen ausgeht, fügt sie an.

Ein Schwerpunkt hinsichtlich des Baumschnitts war der Grahlplatz. Die alten Linden hatten sehr viel Totholz gebildet, gleiches gilt für die Bäume im Wandrahmen, in der Hamburger Straße und an der Reetzer Chaussee.

Derweil waren die Mitarbeiter des Stadtbetriebshofes schon in Sachen Baumschnitt aktiv, wurden wie in der Berliner Straße auch schon hölzerne Vertreter, deren Gesundheit arg in Frage gestellt und somit die Standsicherheit nicht mehr gegeben war, gefällt. In der Hamburger Straße fiel bereits im Frühsommer ein Baum sofort ins Auge. "Die Rinde war grau und trocken, an einer Stelle war kein Zuwachs mehr zu erkennen", erläutert Antje Hartwig. Modrige Holzspäne waren zudem ein sicheres Zeichen dafür, dass die Fäulnis hier bereits ganze Arbeit geleistet hatte. Die Schädigung ist nicht genau einzuschätzen, die Vermutung liege aber nahe, dass sie bis in die Wurzeln reicht. Damit ist die Standsicherheit nicht mehr geben. Im Klartext, auch der Baum musste abgenommen werden.

Dieser, wie auch einige andere im Stadtgebiet wurden das Jahr über beobachtet. "2011 war relativ feucht, also gute Bedingungen für die Bäume, die so auch relativ lange ein grünes Kleid trugen. Wer da absolut keine Reaktionen gezeigt hat, ist nur noch ein Fall für die Säge", erläutert die Fachfrau. Und dieses Schicksal ereilte einen Ahorn in der Koloniestraße, im Hagen eine Linde und eine Erle. "Die Bäume waren so geschädigt, dass ein Erhalt nicht mehr möglich war", so Antje Hartwig. Zudem stehen hier auch noch weitere Linden unter Beobachtung. Sie sind hohl, doch von ihnen geht keine akute Gefährdung für den öffentlichen Raum aus. Letzteres trifft auch noch auf andere Bäume im Hagen zu. Durch die Feuchtigkeit von der Stepenitz her neigen etliche zu Fäulnis.

Auch die Entwicklung der Eichen, die Anfang des Jahres von einer Fachfirma stark verschnitten und teilweise mit Spezialseilen gesichert wurden, wird man weiterhin im Auge behalten. Baumfällungen stehen auch noch im sogenannten Außenbereich, sprich an der Reetzer Chaussee, an der Straße nach Groß Linde sowie in der kleinen Straße bis Wüsten Buchholz an. Hier bedarf es aber noch der Abstimmung mit dem Landkreis, betont Antje Hartwig.

Private Baumfällungen hingegen sind nach wie vor zu beantragen. Auf einen kurzen Nenner gebracht bedarf alles ab einem Stammumfang von 60 Zentimetern in 1,30 Metern Höhe einer Genehmigung, soll hier die Säge angesetzt werden. Einzig Obstbäume, Tanne, Fichte, Lebensbaum und Pappel im privaten Bereich können ohne Fällgenehmigung abgenommen werden. Allerdings, Brut- Nist- und Lebensstätten, sprich Höhlen, müssen erhalten werden bzw. es muss Ersatz, beispielsweise durch Nistkästen, geschaffen werden.

Ersatz schafft auch die Stadt für gefällte Bäume. Zirka 50 neue Bäume sollen wieder im Stadtgebiet gepflanzt werden, fügt die Umweltfachfrau an.

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