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Friedhof Wittenberge : Baumbestattungen jetzt möglich

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Abgeordnete nehmen auf Waldfriedhof neues Grabfeld in Augenschein / alte Rasengräber bereiten Sorgen

von
erstellt am 16.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Während die Abgeordneten sich bis jetzt nicht darüber einigen konnten, ob, wo und wie es für die Wittenberger Sängerin Marianne Ammerpohl hier in der Stadt eine Gedenktafel oder eine andere Erinnerung geben soll, hat die Friedhofsverwaltung gehandelt und das Grab der 1. Januar 1995 im Alter von 93 Jahren verstorbenen Konzertsängerin und Gesangspädagogin entsprechend würdig hergerichtet. „Wir sind davon ausgegangen, dass Marianne Ammerpohl eine bedeutende Wittenbergerin war, deren Andenken wir in Ehren halten sollten“, erklärte Ingo Lipinski den Mitgliedern im Werkausschuss für den Stadtbetriebshof das Verwaltungshandeln und stieß auf Zustimmung.

Zum Auftakt ihrer regulären Sitzung hatten sich die Werkausschussmitglieder zu einem Rundgang über den Waldfriedhof verabredet. Ihr besonderes Interesse galt der neuen Grabanlage. Seit 1. April sind – so haben es die Ausschussmitglieder selbst in der neuen Friedhofssatzung mit festgeschrieben – Baumbestattungen in Wittenberge möglich. Die neue dafür hergerichtete Anlage nahe dem Eingang Düsterweg macht einen würdigen Eindruck, so die einhellige Meinung. Diese Bewertung gilt auch für die angrenzende und noch relativ neue Rasengrabanlage.

Etwas anders stellt sich die Situation auf der Fläche dar, auf der die ersten Beisetzungen in Rasengräbern stattfanden. Ein Mann, der dort gerade dabei war, die Grabsteine zu säubern, die an seine Eltern erinnern, machte sich am Donnerstagabend gegenüber dem „Prignitzer“ Luft. „Gucken Sie sich die großen Kuhlen hier in der Fläche an. Das geht doch nicht.“ Und außerdem würde ein Teil der Grabsteine nicht mehr eben liegen. Der Mann ist verärgert und traurig.

„Auch wir sind mit diesem Zustand nicht glücklich“, sagt Ingo Lipinski. Und weil das so ist, „sind wir dabei, Reihe für Reihe die Grabsteine anzuheben, um sie auf gewachsenem Boden neu zu betten“. Die eingesunkenen Bereiche sollen nach und nach aufgefüllt werden. „Die ersten zwei Reihen haben wir gerichtet. Mit den nächsten beiden wollen wir in diesem Jahr beginnen.“ Lipinski sagt aber auch, „dass geht nicht von heute auf morgen, weil es zusätzliche Arbeiten sind, die wir dazwischen schieben.“

Der Informationsgang über den Friedhof bot auch die Möglichkeit, eine spezielle Neuanschaffung im Einsatz zu erleben: Der Betriebshof hat ein Elektromobil angeschafft, das als kostenpflichtiger Service zur Verfügung steht, wenn Trauergäste gesundheitlich so eingeschränkt sind, dass sie sonst nicht mehr mit zur Beisetzungsstätte gehen könnten. „Wir tragen damit der Tatsache Rechnung, dass die Bürger immer älter werden.“

 

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