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Speicher Wittenberge : Bauarbeiten auf der Zielgeraden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sanierungsabschluss Ende September avisiert / Erste Interessenten für Nutzung / Werbeträger auf Immobilienmesse

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Die Sanierung der drei Speichergebäude im ehemaligen Stadthafen geht in die Schlussphase. „Nach derzeitigem Stand werden wir mit den Gebäuden Ende September planmäßig fertig sein“, informierte Bauamtsleiter Martin Hahn auf der Sitzung des städtischen Bauauschusses am Dienstagabend. Die Dächer seien fertig gedeckt, und auch bei den Vorsatzfassaden liege man gut im Zeitplan. „Eine Änderung ergab sich in Bezug auf das Vordach am Speicher 1. Dieses zeigte sich in einem derart desolaten Zustand, dass es nicht saniert werden konnte, sondern in Abstimmung mit der Denkmalbehörde abgerissen werden musste.“ Auch die Bauarbeiten an der Promenade liegen im Plan. Sie soll ebenfalls bis Ende September weitgehend fertig sein.

Für das dritte Projekt im Speicherensemble, den Bootsanleger, gibt es inzwischen einen konkreten Zeitplan. „Die Ausschreibung soll im Oktober laufen, die Fertigstellung ist für Dezember avisiert“, so Martin Hahn. Weiterhin seien Restarbeiten auf dem Speichergelände zu erledigen. So sei ein Teil des Entwässerungssystems beim Hochwasser im Sommer 2013 beschädigt worden, und bevor das Ensemble für die Wittenberger geöffnet werden könne, müssten bauliche „Stolperfallen“ beseitigt werden, um kein Risiko bezüglich möglicher Haftungsansprüche einzugehen, erklärt der Bauamtschef. Ob die Speicher auch im Innenraum zugänglich gemacht werden, ließ Hahn offen. „Wir müssen sehen, ob die Gebäude das hergeben, vor allem was die Sicherheit angeht.“

In Bezug auf die Nutzung der Bauten gebe es zumindest für den kleinsten der drei Speicher erste Interessenten, für die die Etagen als Galerieräume interessant sind. „Spruchreif ist hier aber noch nichts“, so Hahn. Schwieriger werde es, die beiden großen Speicher zu vermarkten. „Noch sind die Siloeinbauten vollständig erhalten, was eine klassische Gebäudenutzung erschwert.“ Allerdings habe die Denkmalbehörde signalisiert, dass im Innenraum bauliche Veränderungen möglich seien, um die Gebäude zu nutzen. „Wir werden mit den Speichern im Oktober auf der Immobilienmesse Expo Real in München vertreten sein und das Ensemble vorstellen, einschließlich der Ideen, die im Rahmen des Europan-Wettbewerbs für eine künftige Belebung erarbeitet wurden.“

Für die Sanierung der drei Speicher investiert die Stadt rund 1,38 Millionen Euro. Zwei Drittel kommen als Fördermittel von Bund und Land.

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