zur Navigation springen
Der Prignitzer

18. November 2017 | 07:47 Uhr

Überfall : Bankcontainer in Berge gesprengt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Unbekannte Täter richteten in der Nacht zu gestern erheblichen Sachschaden in der Geschäftsstelle der VR-Bank Prignitz an

von
erstellt am 05.Jan.2015 | 20:30 Uhr

„Die Druckwelle muss sehr groß gewesen sein. Es entstand ausschließlich erheblicher Sachschaden“, sagte gestern Ingo Schlender, Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank Bank Prignitz. Er hatte am frühen Nachmittag den Schock verdaut. „Ich wurde gleich in der Nacht informiert. Sie war sehr kurz“, schwang noch ein bisschen Galgenhumor mit. Zum Scherzen war ihm allerdings gar nicht zumute. Gegen 2.50 Uhr Montagnacht gab es in der Geschäftsstelle der VR-Bank in der Berger Schulstraße einen lauten Knall. Bislang Unbekannte sprengten den Container, der mit einem Geldausgabeautomaten und einem Kontoauszugsdrucker bestückt ist. Nicht nur der Bankcontainer wurde zerstört, durch die Detonation entstand auch in der Geschäftsstelle großer Sachschaden. Ob die Täter an das Geld gelangten, dazu machte Schlender keine Angaben. Das Wachschutzunternehmen alarmierte umgehend die Polizei und – in solch einem Falle üblich – die Geschäftsstellenleitung sowie den Bank-Vorstand.

„Sicherheitsleute sind vor Ort, untersuchen die gesamte Lage und werden sehen, was man schnell machen kann. In dieser Woche werden wir die Geschäftsstelle nicht mehr aufmachen können“, so Schlender weiter. Vielleicht in der nächsten Woche, dann könnten die Kunden zumindest am Schalter Geld abholen. Eine Neuanschaffung eines Automaten dauert Monate. Für Berge sei man bemüht, so schnell wie möglich vielleicht aus einer anderen Filiale Ersatz zu beschaffen, erklärte Schlender. Er war aber froh, „dass unsere Sicherheitsvorkehrungen funktioniert haben. Wir haben damals nach der Anschlagsserie in Putlitz, Karstädt oder Wittstock, die nicht nur uns betraf, die Sicherheit deutlich erhöht. Dass diese Vorkehrungen greifen, macht mich schon ein wenig stolz. Zudem werden die Geldautomaten mit weniger Geld ausgestattet.“ Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen haben schließlich dazu geführt, dass Anschläge deutlich nachgelassen hätten.

Auch Kriminaltechniker und sogar Spezialisten der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes (LKA) rückten gestern in Berge an, um Spuren in der Bank zu sichern, wie Dörte Röhrs, Pressesprecherin der Polizeidirektion Neuruppin, informierte. Wegen des erheblichen Sachschadens, den die Detonation anrichtete, geht die Polizei davon aus, „dass die Sprengung nicht mit Pyrotechnik vorgenommen wurde“, so Röhrs weiter.

Wie die Polizei weiter mitteilte, könnte nach Zeugenaussagen ein dunkler Pkw Kombi der Mittelklasse mit der Tat im Zusammenhang stehen. „Vielleicht hat jemand in den Tagen zuvor oder in der Nacht etwas beobachtet. Der oder die Täter haben das Objekt sicher vorher ausgekundschaftet“, so Dörte Röhrs. „Wir werden jeden sachdienlichen Hinweis prüfen.“ Die Kriminalpolizei bittet daher Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zu den Tätern geben können, sich in der Polizeiinspektion Prignitz unter der Telefonnummer 03876/ 7150 zu melden. 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen