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Neue Bestattungsformen in Groß Breese : Bald liegt Sarg neben Urne

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Aus der Redaktion des Prignitzers

In Groß Breese und Kuhblank sollen auf Friedhöfen dafür zusätzliche Bereiche erschlossen werden

von
erstellt am 03.Jan.2017 | 11:00 Uhr

Voraussichtlich im März werden für die Breeser Ortsteile Kuhblank und Groß Breese neue Bestattungsformen erlaubt sein, sofern die Gemeindevertreter grünes Licht geben. Geplant ist, jeweils Gräberfelder anzulegen, auf denen Urnen- und Sargbestattungen nur mit liegenden und in den Boden eingelassenen Grabplatten vorgenommen werden können. Diese gemischte Bestattungsform wird „Rasengrabgemeinschaftsanlage“ genannt.

„An den einzelnen Platten selbst sollen dann keine Blumen oder Gestecke abgelegt werden. Dafür planen wir einen Findling oder Ähnliches, an dem die Angehörigen dann ihre Blumen niederlegen können“, erklärt Sigrid Fritz vom Friedhofswesen des Amtes Bad Wilsnack/Weisen. Im Zuge einiger Änderungen – und auch der neuen Bestattungsform – wird die aus dem Jahr 2004 stammende Friedhofssatzung der Gemeinde Breese aktualisiert. Darin ist auch geregelt, dass, wer trotz des Verbots Schmuck auf die Rasengrabgemeinschaftsanlage legt, für dessen Entsorgung zahlen muss. Außerdem heißt es im Entwurf der neuen Friedhofssatzung: „Die Pflege und das Mähen des Rasens sowie das wiederkehrende Verfüllen und Einsäen der abgesackten Grabstätten und die eventuelle Neuverlegung der Grabplatten werden für die Dauer der Ruhezeit von Beauftragten der Friedhofsverwaltung durchgeführt“. Auch die Friedhofsgebührensatzung wird angepasst, dies geschieht derzeit im Amt Bad Wilsnack/Weisen. Ist sie fertig, könnte sie zusammen mit der neuen Friedhofssatzung im März von den Gemeindevertretern verabschiedet werden. Bevor aber die neue Bestattungsform Einzug halten kann, müssen die Flächen in Groß Breese und Kuhblank entsprechend vorbereitet werden. Im Haushaltsplan für dieses Jahr ist für die Umgestaltung der Bereiche eine Summe vorgesehen. Wo die Flächen sich genau befinden werden, ist laut Sigrid Fritz noch nicht vollkommen geklärt. „Wir müssen die Bereiche dann einebnen, vielleicht auch mit Mutterboden auffüllen“, so Sigrid Fritz. Außerdem ist vorgesehen, das Areal mit Pflanzen oder Steinen abzugrenzen.

Die neue Bestattungsart der Rasengrabstellen geht auf den Wunsch von etwa 50 Bürgern aus beiden Ortsteilen zurück, die eine entsprechende Petition an die Breeser Gemeindevertreter gesandt hatten. Laut Werner Steiner, Bürgermeister der Gemeinde Breese, könnte auch in Breese diese Bestattungsart angeboten werden. 

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