Bahnstraße 90: Es geht weiter

Investor: Dringend notwendige Sicherungsarbeiten im Untergrund abgeschlossen / Erste Wohnungen zur Bahnstraße hin.

23-11368044_23-66107913_1416392308.JPG von
15. November 2018, 09:08 Uhr

Einige Betonflächen, Stahlbündel, dazwischen Sand und Grasbüschel: Gerhard Rues fragt als sachkundiger Einwohner im Bauausschuss nach, ob und wann es auf der Baustelle in der Bahnstraße 90 weitergeht. Die Antwort darauf dürfte zahlreiche Wittenberger interessieren. Die Baustelle in exponierter Lage auf dem Weg zwischen Stern und Elbe sorgt für Gesprächsstoff. Gefühlt tut sich dort seit Monaten sehr wenig.

Der Eindruck täusche, sagt Detlef Podehl, Investor und Bauunternehmer. Da Rues seine Anfrage im Bauausschuss längerfristig angekündigt hatte, konnte der im niedersächsischen Hitzacker beheimatete Unternehmer in dem Gremium persönlich Stellung beziehen.

Auch wenn auf dem rund 500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Bahn- und Turmstraße in den vergangenen Wochen und Monaten sehr wenig zu sehen war, „waren wir dort doch intensiv im Untergrund tätig“, erklärt Podehl und schneidet damit ein Problem an, „das uns viel abverlangt“, wie der Unternehmer im Gespräch mit dem „Prignitzer“ vertieft.

Rückblick: Bis Januar 2014 hatte auf dem Grundstück zur Bahn hin ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtetes Wohn- und Geschäftshaus gestanden. Nach Jahren des Leerstands und einiger Besitzerwechsel war es zur Ruine verkommen. Podehl erwarb es im Zuge einer Zwangsversteigerung. Die Stadt förderte den Abriss und verband das mit der Auflage, diese Baulücke wieder zu schließen.

Aber, so der Investor am Dienstag, das Abbruchunternehmen habe beim Abriss aus Gründen der Statik und der Sicherheit der Nachbarhäuser links und rechts das alte Fundament nicht mit abgerissen. „Wir haben jetzt in einem teuren und sehr aufwendigen Verfahren die Nachbargebäude Abschnitt für Abschnitt unterfangen. Außerdem haben wir die tief in den Untergrund gehenden Gründungspfeiler für unser Haus gesetzt.“ Das neue Wohn- und Geschäftshaus werde wie beispielsweise auch das große Eckhaus Nummer 90 zum Totengang hin nicht unterkellert. „In spätestens zwei Wochen haben wir die Gründung vollendet, werden dann an die Bodenplatte gehen“, kündigt er an und sagt auf Nachfrage von Rues, dass „im Sommer hoffentlich die ersten Wohnungen in der Bahnstraße vermietet werden können“.

Keinen Hehl macht Podehl aber auch daraus, dass er als Unternehmer im starken Maße in Hamburg engagiert sei. Die Auftragslage sei derzeit sehr gut. „Auch wir haben mit dem Facharbeitermangel zu kämpfen.“ Das bleibe nicht ohne Auswirkungen.

Vorgesehen hat der Investor, in mehreren Abschnitten das Grundstück zu bebauen. Dieses erstreckt sich nicht allein bis zur Turmstraße, sondern grenzt zum Teil auch noch an den Totengang. Gegenüber dem „Prignitzer“ bekräftigt der Investor seine Aussage vom Februar dieses Jahres: Dass die Nachfrage nach Gewerberaum und Wohnungen – sie werden über einen gehobenen Standard verfügen – entscheidend dafür sei, wie das Projekt im Bereich Turmstraße und zum Totengang hin im Detail umgesetzt wird.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen