Bahndamm wird ausgebaut

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18. Januar 2013, 07:13 Uhr

Putlitz | Einstimmig votierten die Putlitzer Stadtverordneten am Donnerstag Abend für eine Beteiligung der Kommune am Ausbau des altes Bahndamms. Rund 23 000 Euro sollen dafür in den städtischen Haushalt 2013 eingestellt werden. "Die Eigenbeteiligung ist nötig, um es dem Investor zu ermöglichen, den Ausbau mit Hilfe von Fördermitteln vorzunehmen", begründet der Putlitzer Bürgermeister Bernd Dannemann.

Der Investor ist die KTG Agrar AG, die in Putlitz seit mehreren Jahren eine Biogasanlage betreibt und die es ermöglicht, dass mittlerweile eine ganze Reihe von Einrichtungen aber auch Privathaushalte der Stadt mit Fernwärme versorgt werden.

Großer Nachteil der Anlage: Sie muss entsprechend beschickt werden, das bedeutet einen nicht unerheblichen Schwerlastverkehr quer durch die Stadt. Darum war die Idee entstanden, den alten Bahndamm als Entlastungsstraße auszubauen, und zwar von der Meyenburger Chaussee bis zur Biogasanlage.

Wenn die Fördermittel fließen, soll das noch in diesem Jahr geschehen, wie Dr. Thomas R. G. Berger, Vorstand-CAO der KTG, dem "Prignitzer" gegenüber erklärt. Als Fertigstellungstermin für den Ausbau der insgesamt 1,5 Kilometer langen Trasse wird Ende September avisiert. Die genauen Kosten stünden noch nicht fest, richteten sich nach Förderung und Ausbauweise.

Geklärt werden soll aber zuvor noch, wer nach Fertigstellung für die Instandhaltung der Gemeindestraße Verantwortung trägt. "Die Stadtverordnetenversammlung hat die Verwaltung beauftragt, kurzfristig noch einmal mit dem Investor ins Gespräch zu kommen und eine Art Vereinbarung zu erzielen, damit die Stadt am Ende nicht allein für die Wartung aufkommen muss", macht Dannemann deutlich. Und der Vorstand der KTG habe ihm bereits am Donnerstag Abend telefonisch zugesichert, dass es noch vor der Hauptausschusssitzung des Stadtparlamentes einen entsprechenden Termin geben könne. Der Hauptausschuss beschäftigt sich am 21. Februar mit dem Haushaltsplanentwurf für 2013. "Wir müssen bei der Zusammenkunft mit den KTG-Vertretern eine Form der sinnvollen Zusammenarbeit finden."

Dannemann ist sich sicher, dass die gefunden wird, denn die KTG habe sich seit ihrer Ansiedlung in Putlitz als verlässlicher Partner erwiesen. So stehe sie auch nach wie vor zu der Zusage, den Bau einer neuen Toilettenanlage im Putlitzer Schwimmbad mit 40 000 Euro zu unterstützen. Bereits im vergangenen Jahr sollte das Realität werden, wollte die KTG damit einen Ausgleich dafür schaffen, dass sie das Schwimmbad-Areal für den Bau eines Blockheizkraftwerkes nutzen durfte. Über dieses werden künftig auch Wohnhäuser in der Jahnstraße, im Birkenweg und im Burghofer Feld mit Fernwärme versorgt.

In diesem und im kommenden Jahr soll der Anschluss realisiert werden. Wenn sich die Stadtverordneten in diesem Jahr endlich auf eine Variante für neue Sanitäranlagen im Schwimmbad einigen können, dann brauchen die Badegäste nicht mehr den mobilen Toilettenwagen zu nutzen.

Ein weiteres Blockheizkraftwerk will die KTG in der Nähe der Putlitzer Zeppelin-Scheune errichten. Von dort aus sollen die Wohnblocks an dieser Scheune sowie die Grundschule und die Turnhalle mit Fernwärme versorgt werden.

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