Bahn schließt Brückenweg - aber nur wegen dringender Reparaturen

<strong>Hier entlang</strong> geht es auf kurzem Weg in die Altmark. <foto>baha</foto>
Hier entlang geht es auf kurzem Weg in die Altmark. baha

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24. Juli 2012, 06:54 Uhr

Wittenberge | Am 1. August macht die Bahn AG den separaten Fuß- und Radweg neben den Gleisen auf der Wittenberger Eisenbahnbrücke dicht. Aber nicht für immer, wie sie noch in einem Schreiben androhte, das vor wenigen Wochen auf dem Schreibtisch des Wittenberger Bürgermeisters Dr. Oliver Hermann landete.

Der Holzbohlenweg wird repariert und soll bis spätestens Mitte August wieder zu benutzen sein. Darüber informierte gestern Nachmittag auf Nachfrage des "Prignitzers" Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann. Er und sein Seehäuser Amtskollege Ewald Duffe trafen sich gestern gemeinsam mit Vertretern der Landkreise Prignitz und Stendal in Schwerin mit Verantwortlichen der Bahn für die Querung über die Elbe. Thema war die besagte Schließung des Weges, über den Touristen rollen, die den Elberadweg nutzen, und der als kurze Verbindung zwischen Seehausen und Wittenberge eine wesentliche Rolle spielt. Deshalb wehren sich Prignitzer wie Altmärker gegen eine Sperrung, pochen darauf, dass der Bohlenweg mit dem Bau der Brücke öffentlich gewidmet ist. "Für uns ist diese Verbindung ganz klar auch ein wirtschaftlicher Faktor. Altmark und Prignitz sind durch die Elbe verbunden und nicht getrennt", verdeutlicht das Seehäuser Stadtoberhaupt seine Position.

Gestern sind die kommunalen Vertreter "nicht unzufrieden aus dem Gespräch gegangen", wie Dr. Hermann sagt. Denn Kommunen und Landkreise einerseits und die Bahn-Vertreter andererseits haben sich darauf verständigt, "bis Ende des Jahres zu einer vertraglichen Regelung über Zuständigkeiten für den Weg zu kommen". "Das ist ein wichtiges Ergebnis für die weitere Nutzung", sagt Dr. Hermann. Wie die Zuständigkeiten künftig gestaltet werden, sei Verhandlungssache. "Wir wollen da nicht vorgreifen. Die Regelung braucht Zeit."

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