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Tierpark Perleberg : Bären begeben sich zur Winterruhe

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Alle anderen Tiere des Tierparkes erwarten aber die Besucher. Domizil für Nasenbären wird noch in diesem Jahr komplett fertig

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erstellt am 02.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Biene, die Braunbärin, beginnt zu graben. „Das ist das Zeichen, dass sie ihre Ruhe haben will. Anfang November – es ist auch Zeit für die Winterruhe“, weiß Tierpfleger Karsten Künstler. Die Bären sind seine Schützlinge. Auch Ben, Bienes Bruder, hat keine rechte Lust mehr auf frische Luft im großen Gehege. „Auch die Tiere haben offensichtlich so was wie eine innere Uhr“, fügt Karsten Künstler schmunzelnd an.

Während das Braunbären-Geschwisterpaar es sich nun auf dem frischen Stroh im Bärenhaus gemütlich gemacht hat, sind alle anderen Zwei- und Vierbeiner im Tierpark noch recht munter drauf. Vor allem auch im Streichelzoo herrscht tierisch Betrieb. Verständlich, schließlich hatten die Schafe notgedrungen gut einen Woche Stubenarrest.

Schuld daran war Xavier. Der Sturm entwurzelte rund ums Gehege Bäume, die dann mit Karacho die komplette Umzäunung zunichte machten. „Der neue Zaun ist fertig“, so Tierparkleiter Michael Niesler, der damit zugleich ein großes Dankeschön an alle Helfer verbindet. Über 80 Bäume hatte der Sturm im Tierpark umgeworfen bzw. Kronen und riesige Äste abgeknickt.

Doch, als hätte man dort erahnt, dass Xavier kein normaler Sturm wird, schloss der Tierpark an diesem Tag um 12 Uhr seine Pforten, und die Tiere wurden eingestallt. „Und das war gut so“, so der Tierparkleiter.

Noch am Abend wurde bereits gesichtet, was Priorität hatte. So hatte ein Baum das Wolfsgehege getroffen. Er musste sofort in Ordnung gebracht werden. „Und alle fünf Wölfe plus dem Jungrüden sind da“, betont der Tierparkleiter.

In diesem Zusammenhang stellt Niesler auch klar, dass der Tierpark keine Isegrims in die freie Wildbahn entlässt. „Überzählige Tiere werden an andere Tierparks abgegeben. Besteht kein Bedarf am Wolfsnachwuchs, dann gibt es die Antiwolfspille bzw. die Tiere werden geshipt.

Am Tag nach dem Sturm ging es dann ans große Aufräumen. „Obwohl es überall reichlich zu tun gab, boten uns etliche Hilfe an. Zudem erreichten uns Geld- und Futterspenden. Aus Sicherheitsgründen konnten wir aber nur Profis ans Aufräumen lassen“, bittet Niesler um Verständnis.

Die Firma Müller GbR rückte gleich tags darauf mit acht Leuten an und Azubi aus dem Gadower Stadtforst halfen vor allem, die Problembäume zu beräumen. „Eine Woche später konnten wir wieder für die Besucher öffnen. Und auch unser Herbstfest für den Nachwuchs musste nicht abgesagt werden“, so Niesler.

Arbeit werde man aber noch bis ins Frühjahr 2018 haben, bevor alles vom Windbruch beräumt ist. „Wir wollen uns ein Sägegatter kommen lassen und wenn möglich Nutzholz aus dem Windbruch gewinnen. Bretter benötigen wir immer im Tierpark“, betont Michael Niesler und verweist zugleich auf die nächsten Vorhaben. Das Bärengehege soll im nächsten Jahr einen neuen Turm bekommen. Der alte war marode, musste abgerissen werden. Mit dem Neubau werde die Video-Anlage dann wieder aktiviert, so dass man dann die Bären auch während der Winterruhe beobachten kann.

Etliche der Vogelvolieren haben zudem eine Auffrischung dringend notwendig. Auch das solle im nächsten Jahr erfolgen. Und die Behausung der Kattas wird eine Panoramascheibe bekommen, so wie die der Erdmännchen und Nasenbären. „Wir wollen, dass man die Tiere möglichst auch das ganze Jahr über zu Gesicht bekommt“, fügt der Tierparkleiter an.

Übrigens, noch in diesem Jahr wird auch das Domizil für die Nasenbären komplett fertig, das heißt, auch der Übergang für die Tiere, die dann über den Köpfen der Besucher von einem in das andere Gehege wechseln können. „Die feierliche Einweihung ist aber erst im Frühjahr“, kündigte der Tierparkleiter an. 

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