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Der Prignitzer

18. November 2017 | 13:16 Uhr

Baek erhält einen Solarpark

vom

svz.de von
erstellt am 23.Nov.2011 | 11:39 Uhr

Groß Pankow | Gleich mehrere große Bauvorhaben in verschiedenen Orten der Gemeinde diskutierte Montagabend der Bauausschuss der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz). Neu und sehr kurzfristig kam eine geplante Solaranlage auf die Tagesordnung. Sie soll in Baek entstehen.

Der Investor hat dafür die ehemalige LPG-Fläche im Blick, sagt Bauamtsleiter Halldor Lugowski. Erst Ende voriger Woche hat die Gemeinde eine entsprechende Anfrage erreicht. Mit dem Investor und dem Ortsbeirat habe es eine Besichtigung vor Ort gegeben. "Für uns ist das eine interessante Sache, da die Fläche von Altlasten befreit werden würde", so Lugowski.

Lagerhalle, Werkstatt, Reste einer alten Tankstelle befinden sich darauf. "Vieles davon ist mit Asbest belastet. Die Investoren würden alles abreißen", so der Amtsleiter. Damit würde ein Schandfleck im Dorf verschwinden. Entstehen soll auf der etwa einen Hektar großen Fläche ein Solarpark mit einer Leistung von 0,5 Megawatt.

Die Investoren aus dem Nachbarkreis Parchim-Ludwigslust hätten es eilig, wünschen sich eine schnelle Entscheidung der Gemeinde. Bis Mitte Dezember hätten sie eine Kaufoption für die Fläche beim derzeitigen Verwalter erwirkt. Der Bauausschuss erteilte seine Zustimmung.

Fernwärme in Groß Pankow

Neben diesem Thema ging es in der Sitzung um drei Biogasanlagen in der Gemeinde. Die Ausschussmitglieder befürworteten alle Pläne. So soll die Biogasanlage in Groß Pankow vergrößert werden. Ihre Leistung liegt aktuell bei 0,6 Megawatt. Sie soll auf zwei Megawatt steigen. In der Ortslage planen die Betreiber ein Blockheizkraftwerk und die Errichtung eines Fernwärmenetzes. "Alle Einwohner könnten damit versorgt werden", erklärt Lugowski. Vorteil der innerörtlichen Lage des Blockheizkraftwerkes seien die kurzen Verteilerwege. Der Ortsbeirat von Groß Pankow stehe den Plänen aufgeschlossen gegenüber.

Fortschritt gibt es bei den Bauplänen für eine Biogasanlage in Wolfshagen. Sie soll eine Leistung von zwei Megawatt haben. Erste Hinweise seien in die Planungen eingeflossen. Als Beispiel nennt Lugowski archäologische Voruntersuchungen. Nach Funden bei Probegrabungen werden diese notwendig werden. Offen ist noch, wo die Trinkwasserleitung in diesem Gebiet verläuft. Das wisse der Westprignitzer Abwasser- und Zweckverband als Eigentümer selbst nicht genau. "Es kann sein, dass die Leitung quer durch das Baugebiet verläuft", so Lugowski. Probegrabungen sollen die Frage beantworten.

Voraussichtlich im Januar lege die Gemeinde die Baupläne öffentlich aus, können Einwohner und Behörden Anregungen geben und Einwände erheben. Das produzierte Gas soll in eine Überlandleitung eingespeist werden. Deshalb müsse eventuell eine Gasleitung quer durch die Ortslage verlegt werden. Die Biogasanlage wird von fünf landwirtschaftlichen Unternehmen betrieben.

Die Biogasanlage in Kehrberg werde ebenfalls vergrößert. Ihre Leistung werde von 0,5 auf ein Megawatt steigen. Dazu müsse der Flächennutzungsplan geändert werden. Auf den Weg gebracht hat der Bauausschuss auch die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes WDM in Wolfshagen. Das dort ansässige Unternehmen möchte sich vergrößern. Alle gefassten Beschlüsse sind Empfehlungen und liegen noch abschließend der Gemeindevertretung vor.

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