Modernisierung in Wittenberge : Badewelt ist nun Baustelle

Da oben sitzt die alte Anlage: Christian Maasch deutet auf die Stelle, an der auch das neue Exemplar wieder eingebaut werden soll.
Da oben sitzt die alte Anlage: Christian Maasch deutet auf die Stelle, an der auch das neue Exemplar wieder eingebaut werden soll.

Neue Lüftungsanlage wird für 330 000 Euro installiert / Fitnessstudio und Physiotherapie sind weiter geöffnet

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30. August 2016, 12:00 Uhr

Dafür, dass die Prignitzer Badewelt seit Montag eine Baustelle ist, war es am Vormittag noch ziemlich ruhig. Einzig ein Baugerüst an der Giebelseite zeugt von dem Projekt, das in den kommenden Wochen verwirklicht werden soll.

Denn die Schwimmhalle erhält ein neues Lüftungssystem. Das alte tut mittlerweile 16 Jahre seinen Dienst und entspricht nicht mehr den technischen Anforderungen. Bis zum 2. Oktober ist die Schwimmhalle dicht, ebenso die Sauna. Weiter geöffnet haben die Physiotherapie und das Fitnessstudio, das aber über den Zugang beim Friseurladen zu erreichen ist. Das musste Christian Maasch, Geschäftsführer der Badewelt, gestern auch so manchen irritierten Besuchern erklären. „Aber das wird sich in den nächsten Tagen sicher herumsprechen.“ Allerdings könnten am Wochenende Badegäste vor der Tür stehen. „Viele Familien kommen auch von außerhalb und wissen nicht, dass wir geschlossen haben.“

Fünf Wochen haben die Techniker Zeit, die neue Lüftungsanlage einzubauen. Gestern wurde das alte Exemplar erstmal abgeklemmt und damit begonnen, die Hauswand an der Giebelseite aufzustemmen, um die Anlage später ausbauen zu können. „Das wird alles in allem wohl die ganze Woche in Anspruch nehmen“, blickte Christian Maasch voraus. Die neue Lüftung besteht nicht, wie die Vorgängerin, aus verzinktem Stahl, sondern aus Kunststoff. „Man kann davon ausgehen, dass sie länger hält als 15 Jahre“, so Maasch. Das verzinkte Modell sei eher unüblich für eine Schwimmhalle. Mitte September soll die neue Technik in Wittenberge ankommen. Die Module sind etwa fünf Meter lang und wiegen jeweils mehrere Tonnen. „Der Einbau erfolgt per Kran und ist in wenigen Tagen erledigt. Dann muss die Technik aber noch angeschlossen und an unser Bad angepasst werden, das gilt zum Beispiel auch für die Lüftungskanäle.“

Firmen aus Rostock und Leipzig sind an dem Projekt beteiligt, das öffentlich ausgeschrieben wurde. Geplant wurde es vom Ingenieurbüro Müller und Kantor aus Wittenberge. „Die neue, dreistufige Anlage wird zwischen 20 und 25 Prozent effizienter sein“, erklärte Hendrik Kantor auf Redaktionsnachfrage. Dazu trägt eine Wärmepumpe bei, die der Energierückgewinnung diene. Etwa 330 000 Euro kostet die Maßnahme, der Großteil wird gefördert. Der kommunale Anteil liegt bei zehn Prozent. Maasch beschrieb mit einem Augenzwinkern, dass einige Badegäste bei Kosten von 330 000 Euro glauben, eine große Veränderung in der Schwimmhalle zu sehen. „Aber das Meiste passiert in einem Betrieb wie diesem hinter den Kulissen.“

Die besucherfreie Zeit nutzen die Mitarbeiter der Badewelt auch, um die gesamte Halle auf Vordermann zu bringen. „Wir haben unter anderem Techniker im Haus, die sich um die Wasseraufbereitungsanlage kümmern. Sie tauschen zum Beispiel das Filtermaterial aus“, so Christian Maasch. Wenn das neue Lüftungssystem dann Anfang Oktober in Betrieb geht, ist es aber noch nicht vorbei mit der Modernisierung in der Badewelt. So ist für das nächste Jahr vorgesehen, die Folienkissen im Dach zu erneuern.

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